Das NATO-Außenministertreffen hat am Freitag wieder für ein Verkehrschaos in Berlin-Mitte gesorgt. Wie schon am Donnerstag kam es zu drastischen Verkehrsbeeinträchtigungen.
NATO-Treffen sorgt wieder für Verkehrschaos in Mitte
Berlin (dapd-bln). Das NATO-Außenministertreffen hat am Freitag wieder für ein Verkehrschaos in Berlin-Mitte gesorgt. Wie schon am Donnerstag kam es zu drastischen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Aufgrund strenger Sicherheitsvorkehrungen wurden erneut weite Teile um das Brandenburger Tor und das Auswärtige Amt gesperrt, wie Torsten Klein von der Senatsverkehrsverwaltung sagte. Dadurch waren die Autofahrer gezwungen, auf andere Wege auszuweichen, was wiederum zu kilometerlangen Staus geführt habe. Auch bei Bussen und Straßenbahnen kam es zu Verspätungen. Nach Polizeiangaben sollten die Sperrungen am Freitagabend um 18.00 Uhr aufgehoben werden.
Augenzeugenberichten zufolge war beispielsweise die Kreuzung Mollstraße Ecke Karl-Liebknecht-Straße zeitweise völlig dicht, auch für die Straßenbahnen. Im morgendlichen Berufsverkehr war es bei den Bussen zu durchschnittlich 30 Minuten Verspätung und bei den Bahnen zu Verzögerungen zwischen 15 und 20 Minuten gekommen, wie eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe sagte (BVG). Im Laufe des Tages seien sie dann aber wieder zu den regulären Zeiten gefahren.
Zu den angekündigten Beeinträchtigungen seien immer wieder spontane Sperrungen für Fahrten der Konferenzteilnehmer gekommen, sagte Klein. Darauf könnten sich die Autofahrer auch nicht einstellen. Insgesamt könne bei solchen Ereignissen vor allem nur an die Geduld und das Verständnis der Berliner appelliert werden. Zu einer Hauptstadt gehörten nun mal Konferenzen mit hohen Sicherheitsstufen.
Die Polizei hatte bereits Tage zuvor empfohlen, die Innenstadt während der Konferenz am Donnerstag und Freitag weiträumig zu umfahren oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
Gesperrt waren rund ums Auswärtige Amt die Französische Straße, Werderscher Markt, Kurstraße, Oberwallstraße, Taubenstraße, Jägerstraße, Markgrafenstraße, Breite Straße und Schloßplatz. Durchfahrts- und Halteverbote galten auch am Pariser Platz, Platz des 18. März, Ebertstraße, Wilhelmstraße, Behrenstraße, Schadowstraße und Mittelstraße. Ebenfalls gesperrt waren Teile der Straße des 17. Juni und des Boulevards Unter den Linden.
dapd
