Die Reform "ist eine Voraussetzung, um die nächsten Bundestagswahlen zu gewinnen" Nahles verteidigt Parteireform der SPD

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat ihre Pläne verteidigt, auch Nichtmitglieder an Personalentscheidungen der Partei zu beteiligen. Die Reform "ist eine Voraussetzung, um die nächsten Bundestagswahlen zu gewinnen", sagte Nahles am Montag nach Beratungen der Parteigremien in Berlin. Die SPD müsse als ein wichtiger Motor der Gesellschaft auch deren Veränderungen nachvollziehen.

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Nahles verteidigt Parteireform der SPD

Berlin (dapd). SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat ihre Pläne verteidigt, auch Nichtmitglieder an Personalentscheidungen der Partei zu beteiligen. Die Reform "ist eine Voraussetzung, um die nächsten Bundestagswahlen zu gewinnen", sagte Nahles am Montag nach Beratungen der Parteigremien in Berlin. Die SPD müsse als ein wichtiger Motor der Gesellschaft auch deren Veränderungen nachvollziehen. Nahles sagte, ihr Reformvorstoß beinhalte nach wie vor Vorschläge zur Verkleinerung des Vorstands sowie die Öffnung für Nicht-Mitglieder.

Ein Fünftel der Parteimitglieder verweile nicht länger als drei Jahre an einem Ort. Für die zunehmende Mobilität müsse man Angebote finden, um nicht aktive Mitglieder zu verlieren, argumentierte Nahles. Auch sollten sich die Sozialdemokraten dem "Takt der Familie anpassen", und Alternativen für "sehr abendlastig und familienunfreundliche" Veranstaltungen finden. Gerade bei jungen Wählern habe die SPD verloren, fügte Nahles hinzu. Die jungen Generationen müssten durch moderne Kommunikationswege gewonnen werden.

Nahles sagte, die Debatte stehe noch am Anfang und gehe noch bis zum Parteitag Anfang Dezember weiter. Die Diskussion innerhalb der Partei sei konstruktiv und sachlich. Die Notwendigkeit zur Veränderung sei unbestritten, betonte die Generalsekretärin.

Derweil ebbt die Kritik aus den eigenen Reihen nicht ab. Der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Ralf Stegner sagte mit Blick auf die drastische Verkleinerung von Parteipräsidium und -vorstand: "Das wird so nicht passieren." Es werde Änderungen an der Reform geben, sagte Stegner laut Vorabmeldung der Tageszeitung "taz" (Dienstagausgabe).

dapd