"Deutschland sucht den Superstar" Münchner Maler wettern gegen Dieter Bohlen

Die Münchner Maler haben die Schnauze voll. Der Musikproduzent Dieter Bohlen beleidigte den Berufsstand in einer "Deutschland sucht den Superstar"-Sendung. Die Innung schickte Bohlen nun eine ungewöhnliche Einladung.

Münchner Maler wettern gegen Dieter Bohlen

"Es wären Perlen vor die Säue, wenn du Hartz IV-Empfänger oder Anstreicher wirst", demütigte Dieter Bohlen in der Sendung "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) den Kandidaten Nico Raecke. Der Inhaber des Familienmalerbetriebs Reinhold Knoll sah diese Äußerung des Jurors von DSDS als Beleidigung seines Berufsstands. "Dieser Vergleich ist unterirdisch und eine Sauerei", schimpfte Knoll in der Münchner "tz". Damit nähre Bohlen die Vorurteile, dass "Handwerker nichts im Kopf haben". Keil, der 37 Mitarbeiter in seinem Betrieb beschäftigt, verfasste deswegen einen offenen Brief, in dem er darstellt, dass der "Berufszweig sehr komplex ist und hohe praktische und intellektuelle Anforderungen stellt". "Der Begriff Anstreicher ist die schlimmste Beleidigung, die man Malern und Lackierern machen kann", ergänzte Obermeister Uli Faßnacht.

Bohlen soll Pinsel selbst in die Hand nehmen

Unterstützung erhält Keil von der Maler- und Lackiererinnung München. "Es gibt so viele Dummschwätzer", sagte Michael Doll, Leiter des Berufsbildungszentrums der Malerinnung München der "tz". Zusammen mit Innungsgeschäftsführer Jürgen Weber kreierte Doll eine ungewöhnliche Idee. "Wir wollen Dieter Bohlen die Augen öffnen", sagte Weber der "Abendzeitung". Sie luden den Musikproduzenten zu einem Besuch in das Berufsbildungszentrum in München ein. "Wir werden den Besuch spannend gestalten", verspricht Weber. Er hoffe darauf, dass Bohlen den Mut habe, sich selbst in den Werkstätten zu versuchen und zum selbst zum Pinsel greife. "Er kann hier was lernen, wir wollen ihn nicht abwatschen", will Weber keine Häme walten lassen.

dhz