IAB-Arbeitsmarktranking München hat den attraktivsten Arbeitsmarkt

München ist die Region mit der besten Arbeitsmarktlage in Deutschland. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Untersucht wurde nicht nur, wie viele Menschen arbeitslos sind, sondern auch wie viel Beschäftigte verdienen oder wie oft sie intern weitergebildet werden. Weit abgeschlagen sind die ostdeutschen Bundesländer, aber auch innerhalb der beiden Landesteile gibt es Unterschiede.

Die bayerische Landeshauptstadt belegte im Arbeitsmarktranking den ersten Platz. - © Fotolia

Arbeitslose, aber auch Beschäftigte müssen in den einzelnen Regionen Deutschlands mit ganz unterschiedlichen Verhältnissen zu Recht kommen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berichtet über die Situation am Arbeitsmarkt in den unterschiedlichen Regionen. Auf dem ersten Platz im Ranking landete München, gefolgt von den Regionen Offenburg, Ravensburg, Karlsruhe und Stuttgart.

Die schlechteste Arbeitsmarktsituation herrscht in Neubrandenburg. Insgesamt zeigt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle, da alle ostdeutschen Arbeitsmärkte unterdurchschnittlich abgeschnitten haben. Da die Situation auf den Arbeitsmärkten in Bayern und Baden-Württemberg gut ist, lässt sich auch ein Süd-Nord-Gefälle erkennen. "Neben regionalen Faktoren wie der Stärke der lokalen Märkte und dem Branchenmix beeinflussen auch Größe, Alter und Innovationsfreudigkeit der örtlichen Betriebe die Beschäftigungsentwicklung einer Region", erklärt Michaela Fuchs vom IAB.

Nicht nur Arbeitslosenquote betrachten

Um die Arbeitsmarktlage in einer Region zu beurteilen, reicht es nicht aus, nur die Arbeitslosenquote zu betrachten, betonen die Forscher. Denn es sei nicht nur entscheidend, wie viele Menschen ohne Arbeit sind, sondern beispielsweise auch, wie und wo die Erwerbstätigen arbeiten und was sie verdienen. Das IAB-Ranking berücksichtigt daher insgesamt 23 Indikatoren, um die unterschiedlichen Teilbereiche abzudecken.

Die aktuelle Ausgabe der Publikation "IAB-Forum" mit den ausführlichen Ergebnissen der Studie kann auf der Internetseite des IAB bestellt werden. dhz