Vor der Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik (PID) im Bundestag hat sich der neue Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, für eine starke Begrenzung der PID sowie eine Einzelfallprüfung durch Ärzte in Ethikkommissionen ausgesprochen. "Das Risiko besteht, dass die PID für immer mehr Fälle angewandt wird", sagte Montgomery der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Montgomery wirbt für starke Begrenzung bei PID
Berlin (dapd). Vor der Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik (PID) im Bundestag hat sich der neue Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, für eine starke Begrenzung der PID sowie eine Einzelfallprüfung durch Ärzte in Ethikkommissionen ausgesprochen. "Das Risiko besteht, dass die PID für immer mehr Fälle angewandt wird", sagte Montgomery der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir leben in einer Welt der Salami-Ethik, wo Stückchen für Stückchen abgeschnitten wird."
Er persönlich lehne die PID ab, sagte Montgomery. Er sei "ein Gegner der bewussten Selektion durch den Menschen nach willkürlich aufgestellten Kriterien". Der Deutsche Ärztetag hatte sich Anfang Juni für eine eingeschränkte Erlaubnis der PID ausgesprochen. Der Bundestag wird voraussichtlich in der ersten Juliwoche über die Zulassung der PID abstimmen.
dapd
