Etwa vier Prozent der Stimmen sind ungültig Möglichkeiten des neuen Wahlrechts wurden stark genutzt

Die Möglichkeiten des neuen Wahlrechts bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag in Bremen sind von vielen Wählern genutzt worden. 40 Prozent der Stimmen seien Personen und nicht der Liste gegeben worden, sagte Landeswahlleiter Jürgen Wayand auf dapd-Anfrage.

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Möglichkeiten des neuen Wahlrechts wurden stark genutzt

Bremen (dapd-nrd). Die Möglichkeiten des neuen Wahlrechts bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag in Bremen sind von vielen Wählern genutzt worden. 40 Prozent der Stimmen seien Personen und nicht der Liste gegeben worden, sagte Landeswahlleiter Jürgen Wayand auf dapd-Anfrage. Dies sei ein sicheres Indiz dafür, dass die Wähler das neue Wahlrechtverstanden und stark genutzt hätten. Bereits jetzt sei absehbar, dass viele Kandidaten auf hinteren Listenplätzen von den Wählern "hochgewählt" worden seien. Mit dem geänderten Wahlrecht hatte jeder Wahlberechtigte fünf Stimmen, die er an die Kandidaten oder Parteien der Listen in seinem Wahlbereich verteilen konnte.

Bislang seien rund vier Prozent der Stimmen ungültig, sagte Wayand. "Damit musste man rechnen", sagte er. Bei der letzten Landtagswahl lag die Anzahl der ungültigen Stimmen bei knapp 1,4 Prozent. Er sei sich sicher, dass die Quote bei der nächsten Bürgerschaft wieder niedriger sein werde, da die Wähler sich dann bereits an das neue Wahlrecht gewöhnt hätten. Rund 1,5 Prozent der Wähler hätten mehr als fünf Kreuze im Wahlheft gemacht.

Offenbar wegen des neuen Wahlrechts sei auch der Anteil der Briefwähler mit 25 Prozent so hoch wie noch nie gewesen, sagte Wayand. Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2007 lag der Anteil bei 17,5 Prozent. Für die Wahlhelfer bedeute dies Mehrarbeit, auch beim Auszählen. Auch deshalb sei mit einem vorläufigen Ergebnis der Wahl erst am Mittwochabend zu rechnen.

dapd