Wirtschaftskrise Mittelstand muss vermehrt mit Finanzierungsproblemen kämpfen

Die Bundesregierung rechnet mit zunehmenden Finanzierungsproblemen für den Mittelstand, weil die Betriebe bei den Kreditgesprächen von der Krise gezeichnete Geschäftszahlen zum Bankgespräch vorlegen müssten.

Mittelstand muss vermehrt mit Finanzierungsproblemen kämpfen

Besonders bei umfangreichen und langlaufenden Krediten sei die Situation angespannt. Schwierig werde die Kreditvergabe in den ersten beiden Quartalen 2010. Dadurch könnten Unternehmen Schwierigkeiten haben, am kommenden Aufschwung teilzunehmen. Daher seien Verbesserungen bei der Warenkreditversicherung sowie Erleichterungen bei der Kreditvergabe erforderlich.

Zugleich verwies der CDU-Politiker darauf, dass sich die Eigenkapitallage der Mittelständler in den vergangenen vier Jahren erheblich verbessert hat. Davon würden sie nun profitieren. Dennoch steige bei den Unternehmen die "Nervosität und Betroffenheit".

Mit Blick auf die beiden Konjunkturprogramme der Bundesregierung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise sagte Schauerte, dass bislang knapp 1.080 Förderanträge bewilligt worden seien, davon mehr als 1.040 von Mittelständlern. Insgesamt belaufe sich das Fördervolumen bislang auf 2,1 Milliarden Euro.

Wenige Wochen vor der Bundestagwahl zog Schauerte ein positives Fazit der Mittelstandspolitik der Bundesregierung. Dabei verwies er auf die Entlastungen der betriebe durch die Unternehmensteuerreform, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten sowie den Ausbau der Förderung. Allerdings müssten in der kommenden Legislaturperiode Forschung und Entwicklung weiter gestärkt sowie die Unternehmens- und Erbschaftsbesteuerung weiter vereinfacht werden.

Insgesamt gibt es den Angaben zufolge deutschlandweit rund 4,2 Millionen Selbstständige in 3,8 Millionen Unternehmen.

ddp