BDI-Mittelstandspanel Mittelstand hakt 2009 ab

Erstmals seit der Erhebung des sogenannten Mittelstandpanels des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) überwiegen bei der Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage die Negativ-Meldungen.

Mittelstand hakt 2009 ab

Insgesamt bewerteten knapp 45 Prozent der Befragten ihre Lage im Frühjahr als schlecht, wie der BDI am Montag in Berlin mitteilte. Für den Herbst erwarten dies noch rund 41 Prozent, Anfang kommenden Jahres noch rund ein Fünftel der Firmen.

Der Anteil der Betriebe, die ihre Situation mit "neutral" bewerten, steigt im selben Zeitraum von 27 auf 51 Prozent. "Gut bis sehr gut" beurteilten ihre Lage im Frühjahr knapp 28 Prozent der Unternehmen. Nach einem kräftigen Absturz im Herbst rechnen für das kommende Frühjahr knapp 27 Prozent Firmen mit dieser Situation.

2009 sei abgehakt. Der wirtschaftliche Abschwung habe die Industrieunternehmen fest im Griff. "Wir sehen aber klare positive Ansätze für 2010", sagte der Vorsitzende des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses, Arndt Kirchhoff.

Knapp 55 Prozent der Betriebe beurteilten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Frühjahr 2009 als schlecht bis sehr schlecht. Im Herbst 2008 zeigten sich noch 28 Prozent der Firmen unzufrieden. Zugleich haben sich den Angaben zufolge die guten bis sehr guten Bewertungen in der aktuellen Umfrage von 28 auf 11 Prozent mehr als halbiert. Bis zum kommenden Frühjahr wird sich nach Einschätzung der Firmen daran auch nichts ändern.

Rund 62 Prozent der Betriebe erwartet im laufenden Jahr sinkende Umsätze, rund 53 Prozent geringere Exporterlöse. Zugleich rechnet ein Drittel der Betriebe für 2009 mit sinkenden Beschäftigtenzahlen. Knapp 62 Prozent prognostizieren ein stabiles Mitarbeiterniveau.

Das Mittelstandspanel wird im Auftrag des BDI seit 2005 erhoben. Für die jüngste Erhebung waren den Angaben zufolge Anfang März mehr als 1.500 Unternehmen befragt worden.

ddp