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Steuertipp Mitarbeit des Ehegatten im Betrieb: Das sind die Steuerspielregeln

Aufgrund der Corona-Krise setzen viele Betriebsinhaber verstärkt auf die Anstellung des Ehegatten im Betrieb. Doch bei solchen Ehegatten-Arbeitsverhältnissen schaut das Finanzamt ganz genau hin. Das ist zu beachten.

Viele Sachbearbeiter und Prüfer der Finanzämter sind misstrauisch, wenn sie in der Gewinnermittlung Gehaltszahlungen an den Ehegatten sind. In der Praxis suchen sie nach Indizien, die dafür sprechen, dass das Ehegatten-Arbeitsverhältnis nur auf dem Papier besteht und letztendlich nur Steuern gespart werden sollen.

Drei typische Prüfschritte des Finanzamts

Bei der Überprüfung, ob das Arbeitsverhältnis mit dem Ehegatten steuerlich anerkannt wird, prüft das Finanzamt in den folgenden drei Schritten:

  • Ist das Arbeitsverhältnis ernsthaft gewollt? Dafür spricht, wenn die Mitarbeit notwendig ist und ein standardisierter schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt.
  • Erfüllen beide Seiten tatsächlich ihre vertraglichen Pflichten? Sprich, zahlt der Unternehmer das Gehalt aus und arbeitet der angestellte Ehegatte wirklich?
  • Sind die vertraglich getroffenen Vereinbarungen fremdüblich (Gehalt, Urlaubstage, Arbeitszeit)?

Steuertipp: Muss das Finanzamt eine dieser drei Fragen mit nein beantworten, kann das Arbeitsverhältnis steuerlich kippen. Das bedeutet: Sämtliche Gehaltszahlungen dürfen nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden. Um das zu verhindern, sollten Sie den angestellten Ehegatten in allen Belangen behandeln, wie fremde Mitarbeiter auch.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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