Studie Mit Gewinnbeteiligung Fachkräfte an sich binden

Nach einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beteiligen neun Prozent der Betriebe zumindest Teile ihrer Belegschaft am Gewinn, ein Prozent der Betriebe hat Kapitalbeteiligungsmodelle.

Jeder zehnte Betrieb beteiligt seine Mitarbeiter am Erfolg. Foto: dapd

Mit Gewinnbeteiligung Fachkräfte an sich binden

Große Betriebe nutzen häufiger nach Angaben der IAB Systeme der Gewinn- und Kapitalbeteiligung als kleine. Während acht Prozent der Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten Gewinnbeteiligungsmodelle haben, beteiligt jeder dritte Großbetrieb mit 500 und mehr Beschäftigten seine Mitarbeiter oder einen Teil seiner Mitarbeiter am Gewinn.

Knapp die Hälfte aller Betriebe, die Gewinnbeteiligungsmodelle eingeführt haben, bezieht alle Mitarbeiter in diese ein. Durchschnittlich werden von den Gewinnbeteiligungsbetrieben zwei Drittel der Mitarbeiter in das Modell eingebunden.

Gewinnbeteiligung als Wettbewerbsvorteil

Die Betriebe haben in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 nicht in stärkerem Umfang als zuvor auf die finanzielle Beteiligung ihrer Mitarbeiter gesetzt – beispielsweise um bei ihren Lohnkosten eine größere Flexibilität zu erreichen oder ihre Kapitalbasis zu stärken. Auch wenn einzelne Fälle existieren, würden sie insgesamt statistisch nicht ins Gewicht fallen, so die IAB-Forscher.

In Deutschland hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum etwas an der Verbreitung von Systemen der Gewinn- und Kapitalbeteiligung verändert. Das IAB sieht hier Potentiale:

Angesichts des sich abzeichnenden Wettbewerbs um Fachkräfte könne die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg die Bindung an die Unternehmen erhöhen und eine wichtige Signalfunktion im Personalmarketing für die begehrten "High Potentials" ausüben.

Die gesamte Studie finden Sie auf der Website der IAB als PDF unter der Adresse http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1711.pdf .

dapd/dhz