DHZ-Checkliste Mit diesen Tipps starten Sie in Social Media durch

"Lass uns doch auch ein bisschen Social Media machen" – wer frei nach diesem Motto und ohne Konzept einen Social-Media-Kanal startet, wird erfolglos bleiben.

Facebook, Twitter, Instagram: Die DHZ-Redaktion gibt Tipps für den Aufbau einer Unternehmensseite. - © REDPIXEL - stock.adobe.com

Ein entsprechender Zugang ist kostenlos und zügig eingerichtet. Etwas mehr Arbeit erfordert es, den Kanal mit Inhalten zu füttern, die dem Betrieb Nutzen stiften. Zunächst einmal: Passende Inhalte begegnen einem häufig im Berufsalltag. Themen und Probleme, die Ihnen im Berufsalltag begegnen, interessieren häufig auch andere aus Ihrem beruflichen Umfeld. Überlegen Sie sich, wen Sie mit Ihrem Social-Media-Kanal erreichen möchten und welche Inhalte für die Zielgruppe interessant sind.

Hören Sie gut hin: Im Gespräch mit Menschen aus der Branche oder in Kommentaren zu Ihren Beiträgen lassen sich immer mal wieder Themen und Sichtweisen derer Personen aufschnappen, die Sie erreichen möchten. Arbeiten Sie mit diesen Informationen.

Gibt es Aktionen, Termine oder Neuigkeiten, die für Ihre Zielgruppe relevant sind? Dann raus damit! Füttern Sie Ihre Zielgruppe mit Infos, die einen Nutzwert darstellen. Doch Vorsicht: Nicht alle Infos und Termine sprechen für sich. Sie müssen entsprechend "verkauft" werden.

Wie das funktioniert? Arbeiten Sie mit den Mitteln, die Ihnen vom jeweiligen Sozialen Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Wer beispielsweise einen Link auf die eigene Homepage bei Facebook postet, spricht seine Follower mit mehreren Elementen an. Dies ist zum einen der Text, den Sie über Ihren Beitrag schreiben (Social Teaser). Zum anderen sind es aber auch Überschrift, Teaser und Bild zum Beitrag. Gestalten Sie diese Elemente ansprechend. Das heißt: Sie müssen Lust aufs "Klicken", "Kommentieren", "Teilen" oder "Liken" machen. Teils bedeutet das aber auch: Die entsprechenden Elemente müssen auf der Homepage umformuliert werden. Name der Facebook-Seite und Profilbild werden bei "Posts" ebenfalls wahrgenommen. Sie sollten also ebenfalls ansprechend und eindeutig gewählt werden.

Arbeiten Sie mit dem Feedback, das Sie auf Ihre geteilten Inhalte bekommen. Sind die Reaktionen gut, dann finden Sie heraus, warum das so ist – und liefern mehr davon. Themen können oft von mehreren Seiten beleuchtet werden. Gibt es Personen mit anderen Meinungen, die zu Wort kommen könnten? Gibt es unbeantwortete Aspekte zum Thema? Gibt es etwas Neues zu berichten? Oder können andere Beiträge ähnliche aufbereitet werden? Dann ran an die Arbeit!

Bleiben Klicks oder Reaktionen aus? Dann ist das Thema entweder nicht interessant, es wurde zur falschen Zeit (Tag, Woche, Monat, Uhrzeit) geteilt oder es wurde nicht richtig verkauft. Natürlich kann es auch sein, dass sie noch nicht genügend Follower haben. Ein gängiges Problem: Geduld bewahren. Wer gute Arbeit leistet und aktiv ist, wird nach und nach immer mehr Follower sammeln. Durch Aktionen wie Gewinnspiele, zielgruppengenaue Werbeanzeigen und Mundpropaganda per Telefon, E-Mail oder auch persönlich bei Terminen und Messen lässt sich die Zahl der Follower zusätzlich weiter nach oben treiben.

Sie werden sehen: Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gespür für Ihre Zielgruppe und wissen, mit welchen Inhalten und in welcher Form Sie Ihre Follower erreichen können.

Ein kurzer Absatz noch zu den Bildrechten: Verwenden Sie niemals fremdes Bild- oder Video-Material für Ihre Posts oder Tweets. Das Teilen oder Retweeten von fremden Beiträgen ist erlaubt, nicht jedoch der unerlaubte Gebrauch fremder Inhalte. Holen Sie daher stets vorab die Nutzungsrechte ein. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von lizenzfreien Bildern oder lizenzierten Stockfotos. Beachten Sie hierbei die jeweiligen Nutzungsbestimmungen der Datenbank, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen.

Tipps für Ihre Facebook-Seite

Allgemeines:

Zunächst ist es wichtig, dass Ihre Marke im Namen sowie im Profilbild wiedererkannt wird. Auch der Bereich "Info" sollte mit möglichst präzisen Angaben gefüttert werden. Ganz wichtig: Tragen Sie Ihr Impressum in den dafür bereitgestellten Bereich ein und verlinken Sie auf die Datenschutzerklärung Ihrer Homepage im Bereich "Datenrichtlinie".

Achten Sie darauf, dass ein Mitarbeiter regelmäßig das Postfach und die Benachrichtigungen auf Ihrer Facebook-Seite prüft. Antworten Sie auf Fragen Ihrer Follower möglichst zügig. Ein Tag ist in der Welt der Sozialen Medien eine halbe Ewigkeit. Dasselbe gilt für Kommentare Ihrer User. Werden Fragen gestellt, antworten Sie – wenn möglich – darauf. Entbrennt eine Diskussion mit unangebrachter Wortwahl, greifen Sie schlichtend als Moderator ein. Verfolgen Sie das Feedback Ihrer Follower aufmerksam und lernen Sie von Ihrer Zielgruppe. Ebenfalls sollten qualifizierte oder nette Kommentare mit einer Antwort oder einem "Like" honoriert werden. Das macht bei den Followern Laune auf mehr. Auch außerhalb Ihrer Seite gilt es, sich zu engagieren. Folgen Sie den Accounts Ihrer Interessensgruppen und liken und kommentieren Sie deren Beiträge. Fordern Sie nicht nur Interaktionen, sondern seien Sie auch selbst aktiv!

Seitenrollen vergeben:

Wenn Sie sich auf Ihrer Facebook-Seite befinden, können Sie oben rechts auf "Einstellungen" klicken. Auf der Einstellungsseite gibt es in der linken Menüleiste die Auswahl "Rollen für die Seite". Hier können Sie weiteren Profilen einen Zugriff auf Ihre Facebook-Seite einrichten. Je nach Rolle erhalten diese Personen dann ebenfalls Benachrichtigungen und können im Namen der Seite "Posten", "Liken", Nachrichten beantworten sowie einige weitere Funktionen verwenden.

Statistiken:

Wenn Sie sich auf Ihrer Facebook-Seite befinden, können Sie oben in der Menüleiste auf "Statistiken" klicken. Facebook bietet hier einige Statistiken für Auswertungen an. Interessant sind beispielsweise die Statistiken unter dem Menüpunkt "Beiträge". Hier kann übersichtlich verglichen werden, welche Beiträge gut liefen und welche nicht. Daraus können dann Lehren für künftige "Posts" gezogen werden. Außerdem erfahren Sie in diesem Menüpunkt, an welchen Wochentagen und zu welcher Uhrzeit Ihre Follower online sind. Sind beispielsweise die meisten Ihrer Follower unter der Woche morgens um 9 Uhr online, dann sollten Sie wichtige Inhalte möglichst kurz vor 9 Uhr veröffentlichen.

Eine weitere wichtige Statistik erhalten Sie zudem direkt unter den Beiträgen, die Sie geteilt haben. Unmittelbar über der Menüleiste mit "Gefällt mir", "Kommentieren" und "Teilen" befindet sich eine Zeile, die die Anzahl der erreichten Personen angibt. Mit einem Klick auf "xxx erreichte Personen" bekommen Sie u.a. angezeigt, wie viele Menschen auf Ihren Beitrag geklickt haben (Link-Klicks).

Posten und planen:

Um ein Bild, Video oder einen Link mit Ihren Facebook-Followern zu teilen, müssen Sie Ihre Facebook-Seite öffnen und in das Feld mit Text "Schreib etwas…" klicken. Möchten Sie ein Bild oder Video posten, müssen Sie auf das Kamera-Symbol klicken und die entsprechende Datei von Ihrer Festplatte hochladen. Um einen Link zu posten, kopieren Sie die URL der entsprechenden Seite und fügen Sie sie in das Feld ein. Nach einer kurzen Ladezeit erscheint dann eine Vorschau des Beitrags. So wird er Ihren Followern angezeigt, wenn Sie ihn nun veröffentlichen. Nachdem die Vorschau geladen wurde, sollten Sie die URL wieder löschen und einen Teaser schreiben. Der Text sollte Lust auf eine Interaktion machen, d.h. teilen, liken, kommentieren oder auf den Beitrag klicken. Wenn Sie den Inhalt sofort posten möchten, können Sie nun auf "Veröffentlichen" klicken.

Soll der Beitrag erst später gepostet werden, klicken Sie auf den Pfeil rechts neben "Veröffentlichen" und wählen Sie die Option "Planen". Nun können Datum und Uhrzeit eingetragen werden. Mit Klick auf "Planen" ist der Beitrag vorbereitet. Sie können den geplanten Beitrag jederzeit wieder löschen, einen anderen Zeitpunkt auswählen oder Ihren Teaser bearbeiten. Hierfür einfach auf "Beitragsoptionen" oben im Menü klicken, links "Geplante Beiträge" auswählen und den entsprechenden Beitrag anklicken.

Das Bild zu meinem Beitrag lädt nicht:

Wer einen Link auf einen Beitrag posten möchte, stellt hin und wieder fest, dass kein Beitragsbild in der Vorschau angezeigt wird. Meist hat dies einen von diesen beiden Gründen: Auf der Seite, auf die Sie verlinken möchten, ist kein Beitragsbild hinterlegt. Oder es ist ein Fehler seitens Facebook aufgetreten. Ist dies der Fall lohnt sich ein Besuch auf dieser Seite: https://developers.facebook.com/tools/debug/

Wer im "Sharing Debugger" die entsprechende URL eingibt, anschließend auf Fehlerbehebung und dann auf "Erneut scrapen" klickt, kann diesen Fehler unter Umständen beheben. Die Seite bietet auch eine Link-Vorschau an. Wird das Bild nun angezeigt? Falls nein, versuchen Sie es noch einmal mit einem Klick auf "Erneut scrapen". In den meisten Fällen sollte sich der Beitrag nun inklusive Bild veröffentlichen lassen.

Sprache:

Duzen

Facebook ist ein Netzwerk, in dem sich Freunde mit Freunden vernetzen. Das "Du" ist also gang und gäbe. Zwar sind Sie als Seite nicht zwingend mit Ihren Followern befreundet, dennoch sprechen Sie Ihre User in Ihrem privaten Umfeld und oftmals auch in Ihrer Freizeit an. Es kann also Sinn ergeben, Ihre Follower zu duzen – der persönliche Umgang wird meist geschätzt und als weniger "steif" wahrgenommen. Sie sollten direkt zu Beginn festlegen, ob Sie Ihre Follower "siezen" oder "duzen" möchten und anschließend konsequent daran festhalten.

Facebook-Teaser

Zu jedem Bild, Video oder Link, den Sie posten, können Sie einen kurzen Teaser schreiben. Dieser sollte so formuliert werden, dass er Lust auf eine Interaktion macht. Ihre Follower sollen den Post entweder "Liken", "Kommentieren" oder "Teilen" wollen. Oder aber, sie sollen auf den Beitrag klicken, den Sie in Ihrem Post verlinkt haben. Legen Sie vorher fest, was Sie sich von Ihrem Post erhoffen. Möchten Sie Klicks oder Reaktionen? Über den Teaser können Sie Ihre Follower dahingehend steuern. Achten Sie bei Link-Posts zudem darauf, dass Headline und Teaser miteinander harmonieren.

Für die Facebook-Teaser gilt:

  • Vorher überlegen: Soll der Beitrag kommentiert, geliked oder geteilt werden (Reichweite)? >>> Direkte Ansprache: "Was müsste eurer Meinung nach verändert werden?"
  • Soll der Beitrag geklickt werden (Klicks auf die eigene Homepage)? >>> Aufreger oder Story des Beitrags herausarbeiten und kurz anreißen. Jedoch nicht zu viel verraten. Um das Entscheidende zu erfahren, muss der Follower klicken müssen
  • Nicht zu lang (1 – 3 Sätze)
  • Headline und Teaser müssen miteinander harmonieren
  • Kurze Sätze
  • Aktiv statt Passiv (Im Passivsatz wird mit einem Ding/einer Person etwas gemacht, z.B. "Die Strafe wurde vom Friseur bezahlt"; In einem Aktiv-Satz macht eine Person/ein Ding etwas; z.B. "Der Friseur zahlte die Strafe")
  • Kein Nominalstil/keine Schriftsprache, verwenden Sie Verben statt Nomen, vor allem solche, die mit -ung, -heit, -keit, -schaft, -nis enden (Nominalstil: "Die Planung für das Projekt übernimmt Uwe"; Besser: "Uwe plant das Projekt")
  • Genitiv vermeiden (Des Arbeiters, des Hauses, …)
  • "Mutig" teasern und gegebenenfalls auch werten ("Das ist ja Wahnsinn, was XYZ hier macht.", "Das sollte jeder Maurer lesen!", "Auch das noch...", "Super Nachrichten!")
  • Emojis sorgen für Aufmerksamkeit, zu viele in einem Teaser sind jedoch kontraproduktiv

Kommen bekannte Experten oder Unternehmen im Beitrag zu Wort, oder dreht sich der Beitrag um eine bestimmte Person/ein bestimmtes Unternehmen? Dann nennen Sie die Person/das Unternehmen im Teaser. Haben diese eine eigene Facebook-Seite? Dann sprechen Sie sie direkt an. Finden Sie heraus, wie die Seite heißt und geben Sie im Social Teaser "@NameDerSeite" (ohne Anführungszeichen) ein. Sie bekommt dann eine Benachrichtigung und wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit Ihrem Beitrag interagieren.

Kein Post ohne Bild

Wenn Sie auf einen Beitrag auf Ihrer Homepage verlinken, sollten Sie den Post nie ohne Bild veröffentlichen. Ihre Follower werden Ihren Beitrag ansonsten übersehen oder keinen Reiz verspüren darauf zu klicken. Hinterlegen Sie also zu dem Beitrag auf Ihrer Homepage ein Beitragsbild. Sollte dieses von Facebook nicht erkannt werden, versuchen Sie es mit der Anleitung weiter oben (siehe Das Bild zu meinem Beitrag lädt nicht).

Zeit:

Wenn Sie sich auf Ihrer Facebook-Seite befinden, können Sie oben in der Menüleiste auf "Statistiken" klicken. Facebook bietet hier einige Statistiken für Auswertungen an. Sie erfahren dort z.B., an welchen Wochentagen und zu welcher Uhrzeit Ihre Follower online sind. Sind beispielsweise die meisten Ihrer Follower morgens um 9 Uhr online, dann sollten Sie wichtige Inhalte möglichst kurz vor 9 Uhr veröffentlichen. Sind Ihre Follower vor allem am Wochenende aktiv? Dann planen Sie wichtige Beiträge an diesen Tagen ein.

Versorgen Sie Ihre Follower regelmäßig mit Inhalten. Bleiben Sie im Gespräch, mindestens wöchentlich.

Inhalt:

Nutzen Sie alle Formate, die Ihnen Facebook anbietet. Veröffentlichen Sie einen Mix aus Bildern, (Live-)Videos und Links auf Ihre Homepage. Auch die Inhalte von anderen Seiten dürfen Sie sich zu eigen machen, indem Sie deren Beiträge teilen. Vertrauen Sie hierbei jedoch nur auf seriöse Seiten.  Besonders gut kommen Themen mit "Gesicht" an. Lassen Sie also regelmäßig Protagonisten in Ihren Beiträgen, Bildern und Videos auftauchen. Diese sollten Sie dann auch im Facebook-Teaser "taggen". Wie das funktioniert, erfahren Sie weiter oben unter "Für die Facebook-Teaser gilt".

Bilder und Videos

Der aktuelle Algorithmus von Facebook sieht vor, dass Bilder und Videos mehr Reichweite erzielen als Link-Posts. Zudem erhalten Sie auf diese Formate meist deutlich mehr Interaktionen als auf Link-Posts. Nutzen Sie Bilder und Videos, auch wenn Sie Ihnen keine Klicks auf die Homepage generieren. Ihre Facebook-Seite wird dadurch bekannter und lockt neue Follower an.

Woher Sie Ihr Bildmaterial bekommen? Von Terminen, Messen, Veranstaltungen, aus dem eigenen Büro, …! Videos können beispielsweise kurze ein- bis drei-Minuten-Interviews zu aktuellen Themen sein. Oder Sie berichten live von einer Veranstaltung und teilen Eindrücke vor Ort mit Ihren Followern. Bilder und Videos müssen nicht immer "staubtrocken" sein. Humor kommt an, Witz bringt Reichweite. Bilder können auch im Büro angefertigt werden. Schicken Sie beispielsweise Grüße aus der Redaktion. Oder gestalten Sie Bilder mit Text. Dazu genügt ein einfaches Grafikprogramm. Auf diese Weise können Sie Ihre Follower aufmerksamkeitsstark unterhalten oder zu Kommentaren ermuntern. Holen Sie z.B. die Meinung Ihrer Follower zu einem Thema ein, das die Branche aktuell beschäftigt.

Was macht die Konkurrenz?

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Welche Facebook-Seiten bedienen eine ähnliche Zielgruppe wie Sie? Schauen Sie, welche Inhalte erfolgreiche (Konkurrenz)-Seiten teilen. Welche Inhalte laufen dort besonders gut? Auf diese Weise finden Sie immer wieder neue Inspiration.

Tipps für Ihre Twitter-Seite

Allgemeines:

Twitter ist ein soziales Netzwerk, das hauptsächlich von Bloggern, Politikern, Journalisten und Medienvertretern, aber auch von Organisationen, interessierten Privatpersonen und Unternehmen genutzt wird. In erster Linie werden dort kurze und prägnante Nachrichten verbreitet und persönliche Meinungen kundgetan.

Somit können Sie sich ein Meinungsbild Ihrer Zielgruppe machen und gleichzeitig bei aktuellen Themen mitdiskutieren. Mit eigenen News können Sie Ihre Follower zudem selbst mit eigenen News versorgen und so auf Ihre Marke aufmerksam machen. Teils werden aktuelle Geschehnisse auch auf die Schippe genommen. Wie bei Facebook sorgt Humor auch bei Twitter für Reichweite und somit für mehr Aufmerksamkeit. Um die richtige Zielgruppe anzusprechen, sollten Sie in Ihren Tweets jedoch nur branchenspezifisches kommentieren und teilen.

Wenn Sie einen Twitter-Account erstellen, sollten Sie einen leichten @-Namen auswählen. Andere Twitter-Nutzer sollten Sie zuordnen und einfach "taggen" (in eigenen Tweets erwähnen und verlinken) können. Wie bei Facebook sollten Sie auch bei Twitter möglichst präzise Angaben in Ihren Profilinformationen machen. Vergessen Sie nicht, die URL zu Ihrer Website anzugeben und das Impressum sowie die Datenschutzerklärung zu verlinken. Zudem sollten Sie ein ansprechendes Titelbild für Ihren Account festlegen. Ihre Marke sollte im Namen sowie im Profilbild wiedererkannt werden können.

Sprache:

Es gelten ähnliche Spielregeln wie bei Facebook. Verzichten Sie auf indirekte Rede, lange verschachtelte Sätze und Nominalstil. Duzen ist erlaubt.

Sie haben nur 280 Zeichen. Fügen Sie zusätzlich einen Link ein, verbleiben nur noch 257 Zeichen. Diese sollten sinnvoll und am besten nicht vollständig genutzt werden. Bringen Sie Ihre Aussage klar auf den Punkt. Wenn Sie auf einen Ihrer Beiträge verlinken, sollte in ein bis zwei Sätzen ein Anreiz geschaffen werden, der zum Klicken verleitet. Es sollte zudem klar werden, worum es geht. Keine leichte Aufgabe. Aber nach ein paar Tweets bekommen Sie ein Gespür dafür.

Zeit:

Die perfekte Zeit zum Twittern ist in der Regel direkt nach einem Ereignis. Sobald Sie relevante Informationen, z.B. von einem Pressetermin zu einem wichtigen Thema der Branche, haben, sollten Sie diese auf Twitter teilen. Zeitlose Themen verbreiten Sie am besten morgens und abends zu Pendlerzeiten, oder vor der Mittagspause. Twittern Sie regelmäßig.

Inhalt:

Via Twitter können Bilder, Videos und Links geteilt werden. Zudem bietet das soziale Netzwerk eine Funktion, mit der Umfragen erstellt werden können. Sie sollten mit allen Formaten arbeiten. Bildstarke Tweets erhalten in der Regel mehr Interaktion. Sie sollten daher unbedingt Link-Tweets ohne Bild vermeiden.  Um eine kleine Inspiration für Bild- und Videoinhalte zu erhalten, lesen Sie sich den Part "Bilder und Videos" weiter oben bei den Tipps für Ihre Facebook-Seite durch.

Ihre Follower folgen Ihnen in der Regel, da Sie von Ihnen Informationen zu einem bestimmten Themenfeld erwarten. Die Inhalte, die Sie tweeten, sollten also nicht zu breit gefächert sein. Arbeiten Sie zielgruppenspezifisch und bleiben Sie Ihrem Themenfeld treu. Versorgen Sie Ihre Follower mit Nachrichten und Neuigkeiten aus der Branche und berichten Sie über relevante politische Debatten.

Hashtags und Taggen:

Das wichtigste Merkmal von Twitter sind Hashtags. In Ihren Tweets sollten Sie diese unbedingt verwenden. Hashtags sind Schlagworte oder Abkürzungen, die mit einer Raute (#) eine Verlinkung erhalten. Andere Nutzer können nach diesen Begriffen suchen und bekommen so zügig alle Tweets angezeigt, die dieses Schlagwort enthalten. Dasselbe gilt, wenn auf den Hashtag geklickt wird, z.B. in einem anderen Tweet.

Für Veranstaltungen und Messen haben sich teils bereits feste Hashtags etabliert. Sollten Sie also über diesen Event berichten, ist es ratsam den entsprechenden Hashtag in Ihrem Tweet zu verwenden. Wird eine Nachricht oder Neuigkeit getweeted, ist es ratsam, diese einem Oberthema zuzuordnen. Ein Tweet mit Handwerksbezug wird von der Branche besser gefunden, wenn er den Hashtag #Handwerk beinhaltet. Am besten sehen Sie sich die Tweets anderer Branchenvertreter mit erfolgreichem Twitter-Account an und orientieren sich an deren Hashtags.

Ein weiterer Tipp ist ein regelmäßiger Blick auf die tagesaktuellen Trends. Wer sich via Desktop-PC mit seinem Twitter-Account einloggt, bekommt in der linken Spalte die zehn aktuellen Trend-Hashtags angezeigt. Diese Hashtags werden aktuell in den meisten deutschen Tweets verwendet. Durch Klick auf die Trend-Hashtags können Sie die Tweets ansehen, die zu diesem Schlagwort getweeted wurden. Auf diese Weise wissen Sie sofort, was in Twitter gerade heiß diskutiert wird und welche Ereignisse heute von Bedeutung sind/waren. Manche dieser Trend-Hashtags halten sich mehrere Stunden in den Top-10, andere wiederum sind nur kurz dort zu finden.

Haben Sie einen redaktionellen Beitrag, der mit einem dieser Schlagworte in Verbindung gebracht werden können? Befinden Sie sich aktuell auf einer Messe, deren offizieller Hashtag aktuell trendet? Betrifft das aktuell diskutierte Thema einen Bereich, über den auch Sie bei Twitter berichten? Dann sollten Sie jetzt zur Tastatur greifen und die Aufmerksamkeit für dieses Schlagwort für sich nutzen. Ihr Beitrag wird so von deutlich mehr Personen gesehen als sonst.

Tipp: Ein Hashtag ist fast jede Woche in den Twitter-Trends zu finden: #MondayMotivation. Logischerweise immer montags. Entwickeln Sie Ideen, wie Sie Ihre Beiträge mit diesem Schlagwort in Verbindung bringen können und profitieren Sie von der Reichweite des Hashtags. Auch Anlässe wie "Welttag des Bieres", "Weltkatzentag", "Tag der Jogginhose", "Welttag des Fahrrads" usw. werden von der Twitter-Gemeinde gerne diskutiert.

Indem Sie andere Twitter-Accounts taggen (@hierStehtDerTwitterName) können Sie zusätzlich für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Wessen Account getaggt wurde, erhält automatisch eine Benachrichtigung, in der der Tweet angezeigt wird. Sie können somit Personen, Unternehmen oder Verbände unmittelbar auf Ihren Tweet aufmerksam machen. Dies ist ein gutes Mittel, um eine Interaktion des Anderen zu motivieren. Wissen Sie, dass der Tweet für einen Ihrer Follower besonders interessant ist, dann taggen Sie ihn. Er wird sich über die Nachricht freuen. Ebenso können Sie Personen oder Unternehmen taggen, die in Ihrem verlinkten Beitrag zitiert oder beschrieben werden. So wird es nicht dem Zufall überlassen, ob der Tweet von den entsprechenden Personen gesehen wird oder nicht.

Retweets, Kommentieren, "Folge ich", "Gefällt mir":

Fordern Sie nicht nur Interaktionen, sondern seien Sie auch selbst aktiv! Folgen Sie Twitter-Accounts, von denen Sie interessante Beiträge erwarten und/oder die zu Ihrem beruflichen Umfeld zählen. Beiträge der Accounts, denen Sie folgen, werden Ihnen fortan in Ihrem News-Feed angezeigt. Außerdem können die Seiten, denen Sie folgen, in Ihrem Profil eingesehen werden. Sie sollten daher keinen Accounts folgen, mit denen Sie nicht in Verbindung gebracht werden möchten. Eine gut ausgewählte "Folge ich"-Übersicht wirft ein positives Bild auf Ihren Account.

Zu Beginn ist es normal, dass die Zahl der Follower geringer ist als die der Accounts, denen Sie folgen. Mit der Zeit sollte dieses Ungleichgewicht ausgeglichen werden. Vergessen Sie keinesfalls, anderen Seiten zu folgen. Eine geringe Zahl kommuniziert Desinteresse an anderen Nutzern. Außerdem erhalten Sie so keine Neuigkeiten von relevanten Seiten in Ihrem Feed angezeigt. Diese geben wertvollen Input. Interessante Inhalte und Tweets, die Ihrem Standpunkt entsprechen, sollten Sie ein "Gefällt mir" schenken. Noch persönlicher ist ein Kommentar. Diese Funktion kann auch genutzt werden, sollten Sie sich selbst zu diesem Thema äußern wollen. Könnte ein fremder Tweet auch interessant für Ihre Follower sein? Dann retweeten Sie ihn. Der Tweet wird dann auch Ihren Followern im News-Feed angezeigt. Wer selbst interagiert, der erhält meist auch selbst mehr Interaktion.

Tipps für Ihre Instagram-Seite

Allgemeines:

Instagram ist ein soziales Netzwerk, das ausschließlich Bilder und Videos als Beiträge zulässt. Klicks auf Ihre Website bzw. Ihre Beiträge können Sie von Instagram eher weniger erwarten. Der Grund: Sie können keine klickbaren Links im Beschreibungstext zu Ihren Beiträgen hinterlegen. Die einzige Möglichkeit, einen solchen Link zu hinterlegen, ist im Beschreibungstext zu Ihrem Account gegeben. Entsprechend sollten Sie Instagram eher als ein Netzwerk betrachten, das Ihre Marke bekannter macht.

Wie bei Twitter und Facebook ist es auch bei Instagram wichtig, dass Sie einen Namen sowie ein Profilbild mit Wiedererkennungswert festlegen. Das Instagram-Profilbild wird kreisförmig ausgeschnitten. Stellen Sie also sicher, dass Ihr Foto auch in diesem Format gut aussieht. Der Beschreibungstext zu Ihrem Instagram-Kanal (Ihre Biografie) sollte kurz und prägnant gestaltet sein. Er sollte am besten in einem Satz beschreiben, welche Inhalte der Nutzer als Follower Ihres Kanals erwarten darf. Die Profilinformationen sollten zudem einen Link beinhalten, der auf das Impressum Ihrer Homepage leitet.

Nachdem Sie Ihren Kanal eingerichtet haben und ein paar Inhalte hochgeladen haben, sollten Sie damit beginnen möglichst vielen "relevanten" Nutzern zu folgen. Machen Sie sich auf die Suche nach wichtigen Personen und "Influencern" Ihrer Branche. Folgen Sie Kunden und Geschäftspartnern – und interagieren Sie mit deren Beiträgen. Recherchieren Sie zudem nach Hashtags, die für Ihre Branche relevant sind. Am besten klicken Sie hierfür in die Bild-Beschreibungstexte von Instagrammern, die zu ähnlichen Themen publizieren wie Sie. Indem Sie andere Instagrammer taggen, können Sie diese explizit auf einen Beitrag aufmerksam machen.

Praktisch: Bilder, die Sie auf Instagram hochladen, können parallel und identisch auch auf Facebook geposted werden.

Sprache:

Generell wird den Texten unter Ihren Bildern und Videos eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Vernachlässigen sollten Sie den Beschreibungstext aber nicht. Mit ein bis zwei kurzen Sätzen können Sie dem Bild einen Kontext geben oder es pointiert verkaufen. Der sinnvolle Gebrauch von Emojis kann die Aufmerksamkeit zusätzlich auf den Beschreibungstext leiten. Achten Sie darauf, dass meist nicht mehr als ein bis zwei Sätze unter dem Bild oder Video gelesen werden. Es ist also wichtig, dass Ihre Bilder und Videos größtenteils für sich sprechen. Haben Sie ein prägnantes Zitat oder eine Botschaft, die Sie gerne mit Ihren Instagram-Followern teilen möchten, so kommunizieren Sie dies am besten mit einem Text-Bild.

Instagram ist ein Soziales Netzwerk, das vor allem die jüngere Zielgruppe anspricht. Etwa 70 Prozent der deutschen Nutzer sind zwischen 14 und 35 Jahre alt. Entsprechend ist auch die Sprache eher locker. Ein "Sie" wäre hier fehl am Platz, duzen Sie Ihre Follower.

Die junge Zielgruppe sollten Sie auch bei Ihrer Bildsprache im Fokus haben. Sprechen Sie Ihre Follower mit jungen Themen an. Auch Transparenz zahlt sich aus: Gewähren Sie einen Blick hinter die Kulissen. Ihre Follower möchten mehr über Sie erfahren und Einblicke in Ihre Arbeit erhalten. Wie bei allen Sozialen Netzwerken ist zudem auch bei Instagram der Humor eine Trumpfkarte, die Sie – wenn möglich – ausspielen sollten.

Das Wichtigste: Instagram ist eine Bildplattform. Wackelige Aufnahmen und unscharfe Motive kommen nicht gut an. Teilen Sie hochwertige Bilder und Videos. Um aus der Masse hervorzustechen, sollten Sie Dinge auch einmal aus einer ungewohnten Perspektive ablichten oder Einblicke in Bereiche gewähren, auf die nicht jeder Zugriff hat. Auch Detailaufnahmen können gut funktionieren. Sie werden sehen, dass Sie mit der Zeit ein Gespür für den Geschmack Ihrer Follower bekommen.

Um die Qualität Ihrer Bilder zu steigern, bietet Ihnen Instagram einige außerordentlich praktische Filter an. Mit deren Hilfe können Sie Ihre Fotos bearbeiten und aufwerten.

Die beste Zeit für Posts ist abhängig von der Zielgruppe. Generell empfehlen sich Pendlerzeiten, Mittagspausen und Abendstunden, da die Zielgruppe zu dieser Zeit vermehrt am Smartphone ist. Teilen Sie regelmäßig Inhalte.

Hashtags:

Hashtags sind auch bei Instagram ein wichtiges Instrument, um Ihre Reichweite nach oben zu treiben. Maximal 30 Hashtags sind im Beschreibungstext zugelassen. Die Hashtags werden größtenteils nicht gelesen, doch Sie helfen Instagram, das Bild einem Thema zuzuordnen. Personen, die an ähnlichen Inhalten wie den Ihren interessiert sind, werden so besser auf Sie aufmerksam. Bei der Auswahl der Hashtags orientieren Sie sich an erfolgreichen Instagrammern aus Ihrer Branche. Schnell werden Sie Branchen-Hashtags ausfindig machen. Zusätzlich können Sie den Inhalt Ihres Bildes mit Hashtags beschreiben.

Ein Bild einer Torte könnte z.B. folgende Hashtags enthalten: #konditor #cake #torte #weddingcake #hochzeitstorte #instacake #instafood #food #essen #cakeporn #foodporn #hochzeit #wedding

Sie posten ein Bild von einer Messe? Dann sollte der offizielle Hashtag der Messe nicht fehlen. Übrigens können Sie auch den Ort Ihrer Aufnahme taggen. So erreichen Sie zusätzliche Reichweite.

Storys:

Eine besonders aufmerksamkeitsstarke Funktion von Instagram sind Storys. Über diese können Sie kurze Geschichten mit Bildern und Videos erzählen. 24 Stunden nach der Veröffentlichung werden diese automatisch wieder gelöscht. Bis dahin werden sie prominent in der oberen Story-Leiste Ihrer Follower angezeigt.

Eine Geschichte kann sich aus mehreren Bildern und Videos zusammensetzen. So kann beispielsweise ein Baufortschritt in einer Art Bilder- und Videogalerie dokumentiert werden. Nutzen Sie die Funktion bei Gelegenheit und freuen Sie sich auf deutlich mehr Aufmerksamkeit als bei normalen Posts.

Weiterführende Literatur:

Grabs, Anne, Bannour, Karim-Patrick, Vogl, Elisabeth: Follow me!: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter und Co., 4. Auflage. Bonn 2017