Nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden rechnet der Unions-Außenexperte Philipp Mißfelder mit einer Verschärfung der Sicherheitslage für die deutschen Soldaten in Afghanistan. "Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass die Tötung Osama bin Ladens zu einer Demoralisierung unserer Gegner in Afghanistan führt", sagte Mißfelder "Spiegel Online".
Mißfelder befürchtet verschärfte Sicherheitslage in Afghanistan
Hamburg (dapd). Nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden rechnet der Unions-Außenexperte Philipp Mißfelder mit einer Verschärfung der Sicherheitslage für die deutschen Soldaten in Afghanistan. "Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass die Tötung Osama bin Ladens zu einer Demoralisierung unserer Gegner in Afghanistan führt", sagte Mißfelder "Spiegel Online". Vielmehr werde es für viele Extremisten ein Ansporn für weitere Gewalttaten sein, sowohl für die Taliban als auch für Al-Kaida-Terroristen, befürchtet der CDU-Politiker.
Mißfelder kritisierte scharf die Rolle Pakistans im Anti-Terror-Kampf. Bin Laden habe sich jahrelang in Pakistan aufgehalten, "und zwar nicht in irgendeiner Höhle im Grenzgebiet, sondern mitten auf pakistanischem Staatsgebiet. Dass davon in offiziellen Kreisen niemand gewusst haben will, ist schwer vorstellbar", sagte der CDU-Politiker. Er fügte hinzu: "Es sieht so aus, als treibe Pakistan ein doppeltes Spiel. Das ist inakzeptabel. Das Verhältnis zu Pakistan wird jedenfalls nicht einfacher."
dapd
