Der Skandal um ein Interview mit der rechtsextremistischen Band "Stahlgewitter" in der niedersächsischen Hochschulzeitschrift "Saitensprünge" zieht Kreise. Das Wissenschaftsministerium in Hannover kritisierte die Veröffentlichung am Donnerstag scharf und forderte das Präsidium der "Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover" zu einer Stellungnahme auf.
Ministerium kritisiert "Stahlgewitter"-Interview
Hannover (dapd). Der Skandal um ein Interview mit der rechtsextremistischen Band "Stahlgewitter" in der niedersächsischen Hochschulzeitschrift "Saitensprünge" zieht Kreise. Das Wissenschaftsministerium in Hannover kritisierte die Veröffentlichung am Donnerstag scharf und forderte das Präsidium der "Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover" zu einer Stellungnahme auf.
Presse- und Wissenschaftsfreiheit seien ein hohes Gut, aber es sei nicht akzeptabel, dass in Publikationen "unserer Hochschulen auch nur der Eindruck" entsteht, dass "radikale Positionen ein ungefiltertes Forum finden", sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur dapd.
In einem Interview des Blattes nannte ein Mitglied der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Skinhead-Band das Holocaust-Mahnmal "perfiden Schuldkult", forderte Hinrichtungen für "Triebtäter" und schrieb Schwarzen und Asiaten "ganz andere biologische und charakterliche Eigenarten" zu. Studenten hatten gegen die Inhalte protestiert.
dapd
