Ab dem kommenden Jahr möchte das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittelständische Betriebe stärker unterstützen. Unternehmen können auch 2012 wieder Zuschüsse zu Beratungen und Seminaren beantragen.

Die bislang geltenden Richtlinien für die Förderung mittelständischer Betriebe und ihres unternehmerischen Know-hows wären eigentlich Ende dieses Jahres ausgelaufen. Doch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat nun eine Verlängerung bis zum Jahr 2014 beschlossen. Zusätzlich kommen ab 1. Januar 2012 neue Förderschwerpunkte dazu. Gefördert werden laut dem BMWi dann auch Beratungen und Seminare zur Fachkräftesicherung, zur Übergabe von Unternehmen, zur Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund in den Betrieb und zum Aufbau unternehmensinterner Schutzsysteme gegen Wirtschaftskriminalität.
Mit diesen Schwerpunkten will das Ministerium kleine und mittelständische Firmen unterstützen, sich besser auf die Zukunft vorzubereiten. Es setzt dabei auf das Prinzip "Lebenslanges Lernen" und fördert deshalb speziell Beratungen , Workshops und Weiterbildungen, die sich mit den Schwerpunktthemen befassen.
Über die Bewilligung der Zuschüsse entscheidet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Antragsberechtigt sind für die Beratungsförderungen alle Firmen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro haben.
Fit gegen Produktpiraterie
"Mit den neuen Richtlinien zur Förderung unternehmerischen Know-hows entwickeln wir die Informations- und Beratungsangebote für den Mittelstand weiter", lobte der Parlamentarische Staatssekretär und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher die Verlängerung der Förderung. Das BMWi unterstützte damit künftig mittelständische Unternehmen auch bei der Bewältigung des demographischen Wandels und der Abwehr steigender Gefahren durch Industriespionage und Produktpiraterie.
Die Details der Förderbedingungen und das dazu bereitgestellte Seminarangebot hat das Ministerium auf seinem Portal beratungsfoerderung.info bereitgestellt. dhz