"Hier werden wir nicht locker lassen" Mindestlohn im Mittelpunkt der DGB-Kundgebungen am 1. Mai

Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt auf den Kundgebungen zum 1. Mai Forderungen nach einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in den Mittelpunkt. "Wir haben inzwischen den größten Niedriglohnbereich Europas, es gibt immer noch keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, keinen gleichen Lohn für gleiche Arbeit", sagte das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

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Mindestlohn im Mittelpunkt der DGB-Kundgebungen am 1. Mai

Berlin (dapd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt auf den Kundgebungen zum 1. Mai Forderungen nach einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in den Mittelpunkt. "Wir haben inzwischen den größten Niedriglohnbereich Europas, es gibt immer noch keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, keinen gleichen Lohn für gleiche Arbeit", sagte das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach in einem dapd-Interview. "Hier werden wir nicht locker lassen."

Sie fügte hinzu, natürlich werde die Arbeitnehmerfreizügigkeit eine Rolle spielen, ebenso das aktuelle Top-Thema Energiepolitik. Aber vor allem werde es auch um die klassischen Themen und Forderungen der Gewerkschaften gehen. In der Gesundheits- und Pflegepolitik belaste die Bundesregierung allein die Versicherten und entlaste die Arbeitgeber. Der unsozialen Kopfpauschale setzten die Gewerkschaften eine solidarische Bürgerversicherung entgegen, die die Lasten gerecht verteile, Kapitaleinkünfte mit heranziehe und wieder auf die paritätische Finanzierung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern setze.

"In der Rentenpolitik fordern wir von der Regierung konkrete Maßnahmen, um die in Zukunft drohende Altersarmut zu verhindern", sagte Buntenbach. Die Rente mit 67 sei der falsche Weg, sie sei faktisch eine Rentenkürzung. "Was wir brauchen, sind flexible Übergänge in den Ruhestand, die die Lebensleistung von Menschen berücksichtigen und würdigen", sagte Buntenbach.

dapd