Kabinettsbeschluss Mikrokredite für Kleinunternehmer auf dem Land

Die Bundesregierung will Kleinunternehmer und Existenzgründer im ländlichen Raum besser fördern. Dafür steht ein Fonds für Mikrokredite bereit, der 100 Millionen Euro enthält. Das geht aus dem Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Entwicklung ländlicher Räume hervor, den das Kabinett am Mittwoch verabschiedet hat. Kleinbetriebe können bis zu 20.000 Euro erhalten.

Bis zu 20.000 Euro können Kleinunternehmer und Existenzgründer im ländlichen Raum als Mikrokredit erhalten. - © (Falko Matte) fotolia

Die Potenziale des ländlichen Raums erschließen – dies ist das erklärte Ziel der Bundesregierung. Bereits seit 2010 existiert der Mikrokreditfonds, der nun einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden soll. Kleinunternehmen, die von Banken keine Kredite erhalten, sollen leichter Zugang zu Krediten bekommen.

Kredite über die GLS Bank

Interessierte Unternehmen können sich an Mikrofinanzierungsinstitute wenden, die Kredite werden dann von der GLS Bank vergeben. Seit dem Start des Fonds wurden bereits mehr als 35 Millionen Euro an Kleinkrediten ausgeschüttet, die durchschnittliche Kredithöhe betrug 6.100 Euro. Die Gesamtmittel in Höhe von 100 Millionen Euro werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds bereitgestellt.

Der Fortschrittsbericht zur Entwicklung ländlicher Räume wurde von einer interministeriellen Arbeitsgruppe und Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erarbeitet. 65 Prozent der deutschen Bevölkerung leben außerhalb von Großstädten, und auch der größere Teil der 3,5 Millionen Wirtschaftsbetriebe in Deutschland ist in der Fläche zu finden, so das Ministerium. Hintergrund ist auch der demographische Wandel, der dazu führt, dass die Bevölkerung auf dem Land schrumpft und viele junge Menschen in die Städte abwandern.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der GLS Bank . dhz/dapd