Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union drängt auf zügige Beteiligung privater Gläubiger Michelbach will EU-Initiative zur Bankenhilfe für Griechenland

In der Debatte um die Bankenbeteiligung an der Griechenland-Rettung fordert der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, die EU-Kommission zum Handeln auf. Die Gespräche müssten müssen zügig beginnen, sagte der Obmann der Unions-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss am Montag "Handelsblatt online". EU-Währungskommissar Olli Rehn müsse "unverzüglich" tätig werden.

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Michelbach will EU-Initiative zur Bankenhilfe für Griechenland

Düsseldorf (dapd). In der Debatte um die Bankenbeteiligung an der Griechenland-Rettung fordert der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, die EU-Kommission zum Handeln auf. Die Gespräche müssten müssen zügig beginnen, sagte der Obmann der Unions-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss am Montag "Handelsblatt online". EU-Währungskommissar Olli Rehn müsse "unverzüglich" tätig werden.

Aber auch die nationalen Regierungen seien in der Pflicht, den Boden für eine Gläubiger-Vereinbarung zu bereiten. So müsse auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy die Finanzwirtschaft seines Landes zu einem substanziellen Beitrag bewegen. Michelbach ermahnte auch die deutschen Banken, sich einer Griechenland-Lösung nicht zu verweigern.

Der CSU-Politiker schlägt dazu vor, alle griechischen Staatsunternehmen in einen Treuhandfonds unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds und der EU zu überführen. Der Fonds solle den Gläubigern die dort eingebrachten Werte als zusätzliche Sicherheiten anbieten. Darüber hinaus soll er Privatisierungsverkäufe abwickeln.

dapd