Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitagausgabe) nicht mehr mit den Chefs der großen Stromkonzerne treffen, um über den Schnellausstieg aus der Kernenergie zu sprechen. Weder seien Spitzenrunden noch Einzeltreffen zwischen der Kanzlerin und den Strombossen geplant, hieß es in Berliner Regierungskreisen.
Merkel will nicht mehr mit Strombossen sprechen
Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitagausgabe) nicht mehr mit den Chefs der großen Stromkonzerne treffen, um über den Schnellausstieg aus der Kernenergie zu sprechen. Weder seien Spitzenrunden noch Einzeltreffen zwischen der Kanzlerin und den Strombossen geplant, hieß es in Berliner Regierungskreisen. Die notwendigen Gespräche würden individuell auf Ministerebene geführt. Das deutet dem Bericht zufolge auf das zerrüttete Verhältnis zwischen Merkel und den Energiemanagern hin.
Am 18. Mai plane Merkel zwar eine Spitzenrunde zur Energiepolitik. Eingeladen seien aber nur die Verbände, nicht die Firmen. In dieser und der nächsten Woche gebe es eine ganze Serie von Treffen zwischen den Ministerpräsidenten, den Bundesministern für Umwelt und Wirtschaft sowie den Verbänden. Neben dem Atomausstieg gehe es dabei auch um die Beschleunigung des Netzausbaus und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In den Fraktionen von Union und FDP herrsche bereits Unmut darüber, dass der neue Energiekonsens ohne parlamentarische Anhörung durchgepeitscht werden solle.
dapd
