Griechenland-Hilfe Merkel und Sarkozy wollen Privatsektor beteiligen

Deutschland und Frankreich haben sich auf die Einbeziehung des Privatsektors in die Griechenland-Hilfen geeinigt. Das teilten Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit. Es handele sich um einen "großen Durchbruch", erklärte Sarkozy.

Merkel und Sarkozy wollen Privatsektor beteiligen

Der beruhe auf vier Prinzipien: Freiwilligkeit, Schnelligkeit, kein Zahlungsausfall, Einverständnis mit der Europäischen Zentralbank. Jetzt müssten aber noch "technische Fragen" geklärt werden.

Merkel forderte ihre Parteifreunde von der griechischen konservativen Opposition auf, mitzuarbeiten. "Es wäre gut, wenn auch die Opposition den Ministerpräsidenten unterstützen würde", sagte sie. Sie stehe jedenfalls hinter Giorgos Papandreou von den Sozialisten in seinen Sparbemühungen, mit dem sie am Vortag telefoniert habe. Sie habe sich vergewissert, wie sehr Papandreou für sein Sparpaket eintrete, "in welcher Weise er dafür kämpft". Sie sei davon überzeugt, dass Griechenland "den richtigen Weg" gehe. Bislang lehnt die konservative "Neue Demokratie" das Sparpaket ab.

Merkel sprach sich auch dafür aus, das Hilfspaket so schnell wie möglich zu verabschieden. "Wir brauchen jetzt ein neues Programm für Griechenland", sagte sie. Das werde auch dem Bundestag vorgelegt. Deutschland habe profitiert von einem starken Euro. Seine Wirtschaftsstärke hänge mit einem starken Euro zusammen. Deutschland und Frankreich seien gemeinsam entschlossen, den Euro zu stärken und zu stützen.

dapd