Militärische Ehren für russischen Präsidenten Merkel und Medwedew wollen bei Treffen 15 Abkommen vereinbaren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Dimitri Medwedew haben am Dienstag ihre Gespräche im Rahmen der Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen in Hannover fortgesetzt. Am zweiten Tag des Treffens sollten am Nachmittag insgesamt 15 Abkommen unterzeichnet werden.

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Merkel und Medwedew wollen bei Treffen 15 Abkommen vereinbaren

Hannover (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Dimitri Medwedew haben am Dienstag ihre Gespräche im Rahmen der Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen in Hannover fortgesetzt. Am zweiten Tag des Treffens sollten am Nachmittag insgesamt 15 Abkommen unterzeichnet werden. Unter anderem wolle man Vereinbarungen in den Bereichen Kultur, Energie, Umweltschutz und Wissenschaft treffen, kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert an.

Im Mittelpunkt der Regierungskonsultationen stehen die Wirtschaftsbeziehungen und die innenpolitische Lage in Russland vor den Präsidentenwahlen im kommenden Jahr. Auch das wegen der EHEC-Krise verhängte Importverbot Russlands für europäisches Gemüse war Thema des Treffens. Unter den Querelen um den Quadriga-Preis, den zunächst der russische Ministerpräsident Wladimir Putin erhalten sollte, sollte das Regierungstreffen nicht leiden, hatten beide Seiten vorab klar gemacht.

Den gemeinsamen Tag hatten Merkel und Medwedew am Dienstagmorgen am Ehrenfriedhof am Maschsee begonnen. Dort legten sie einen Kranz für ermordete Zwangsarbeiter nieder. Anschließend kamen die Kanzlerin und der russische Präsident zusammen mit Wirtschaftsvertretern und einigen Ressortschefs beider Länder zusammen. Der russische Präsident wurde später mit militärischen Ehren in den Herrenhäuser Gärten empfangen.

Merkel und Medwedew nahmen am Dienstag auch gemeinsam am Abschlussplenum des zeitgleich stattfindenden "Petersburger Dialogs" teil. Merkel kündigte dabei an, russischen Staatsbürgern Reisen nach Deutschland mittelfristig zu erleichtern. Bei der Visafreiheit müssten beide Länder zu einem Stufenplan kommen, sagte die Kanzlerin. Im nächsten Jahr soll dazu ein konkreter Plan zu den weiteren Schritten vorgelegt werden.

dapd