Die Bundeskanzlerin weist Bedenken im CDU-Wirtschaftsrat zurück Merkel sichert Bezahlbarkeit von Strom zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zugesichert, dass bei der geplanten Energiewende der Regierung die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit von Strom gewährleistet bleiben. Wer aus etwas aussteigen wolle, "der muss sicherstellen, dass wir irgendwo auch einsteigen", sagte Merkel am Mittwochabend beim "Wirtschaftstag" des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin. Dies sei der Regierung bewusst.

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Merkel sichert Bezahlbarkeit von Strom zu

Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zugesichert, dass bei der geplanten Energiewende der Regierung die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit von Strom gewährleistet bleiben. Wer aus etwas aussteigen wolle, "der muss sicherstellen, dass wir irgendwo auch einsteigen", sagte Merkel am Mittwochabend beim "Wirtschaftstag" des CDU-Wirtschaftsrates in Berlin. Dies sei der Regierung bewusst.

Die Kanzlerin versicherte, eine effizientere Nutzung der Erneuerbaren Energieträger werde dafür sorgen, dass das Preisniveau bei den privaten Haushalten in etwa gehalten werden könne. Hinsichtlich der Versorgungssicherheit erläuterte die CDU-Vorsitzende, Deutschland werde Ersatzinvestitionen brauchen, beispielsweise in Gaskraftwerke. Die dadurch erhöhten CO2-Emissionen müssten an anderer Stelle wie etwa der energetischen Gebäudesanierung wieder kompensiert werden.

Merkel begründete den geplanten früheren Ausstieg aus der Kernenergie mit dem Atomunfall in Japan. Für sie habe sich nach Fukushima die Einschätzung des Restrisikos der Kernenergie verändert. Sie sei erschüttert gewesen, "dass in einem ebenso industrialisierten Land wie Deutschland mit einer solchen Hilflosigkeit vor der Situation gestanden wurde".

Merkel sagte, der scheinbare Widerspruch zwischen Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit werde sich auflösen. "Das ist der Ansatz, den wir suchen", sagte sie. Die Regierung unterscheide sich dabei von denen, "die sagen raus aus der Kernenergie und sich dann anschließend Bürgerbewegungen gegen Stromnetze anschließen".

dapd