Gipfeltreffen im Kanzleramt Merkel schließt Opel-Insolvenz nicht aus

Der italienische Autohersteller Fiat hat seine Teilnahme am Gipfeltreffen zur Rettung des angeschlagenen deutschen Autoherstellers Opel im Bundeskanzleramt überraschend abgesagt.

Merkel schließt Opel-Insolvenz nicht aus

Das erfuhr die Nachrichtenagentur ddp aus Regierungskreisen. Fiat galt neben dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna als weiterer Kandidat für einen Einstieg bei Opel. Zuletzt wurden Magna allerdings die besten Chancen eingeräumt, da das Unternehmen Bereitschaft zur Übernahme eines weiteren Liquiditätsbedarfs signalisiert hatte. So sieht Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) Magna beispielsweise in der "Pole-Position".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt unterdessen eine Insolvenz des schwer angeschlagenen Autoherstellers Opel nicht aus. Merkel sagte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel": "Wir setzen alles daran, eine andere Lösung zu finden." Eine direkte Beteiligung des Staates komme aber nicht in Betracht. Merkel übte in dem Magazin Kritik an der US-Regierung. Um Opel zu retten, sei eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den Amerikanern nötig. "Hier gibt es sicherlich noch Steigerungsmöglichkeiten auf amerikanischer Seite", wird sie zitiert.

Die Vorwürfe der SPD gegen Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wies die Kanzlerin zurück. Guttenberg tue nichts weiter als seine Pflicht, wenn er sowohl auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen als auch auf das Geld der Bürger achte.

ddp