Eine Woche vor dem Sonderparteitag der Grünen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Partei aufgefordert zu zeigen, "wofür sie steht". "Dagegensein ist auf Dauer keine konstruktive Haltung", sagte Merkel der Zeitschrift "Super Illu" laut Vorabbericht.
Merkel lobt Grünenpolitiker Kretschmann
Berlin (dapd). Eine Woche vor dem Sonderparteitag der Grünen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Partei aufgefordert zu zeigen, "wofür sie steht". "Dagegensein ist auf Dauer keine konstruktive Haltung", sagte Merkel der Zeitschrift "Super Illu" laut Vorabbericht.
Gleichzeitig betonte sie ihre Freude darüber, dass der neue grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, sich schon positiv zu dem Atomausstiegs-Plan der Bundesregierung geäußert hat. "Herr Kretschmann geht überlegt an die Dinge heran", sagte Merkel. Der Bundesvorstand der Grünen hatte am Donnerstag einen Leitantrag für den Sonderparteitag beschlossen, in dem der schwarz-gelbe Atomausstieg ebenfalls unterstützt wird. Die Parteispitze fordert darüber hinaus jedoch Nachbesserungen des Konzepts.
Die Grünen müssten jetzt deutlich machen, "ob sie wirklich für erneuerbare Energien mit allem, was das mit sich bringt, also für Pumpspeicherwerke und Netzausbau eintreten, oder ob sie sich gegen solche notwendigen Maßnahmen wenden werden, ohne die aber der Ausstieg nicht gelingen kann", sagte Merkel.
dapd
