Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem Rücktritt von Dominique Strauss-Kahn als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) für eine schnelle Nachfolgelösung ausgesprochen. Dies sei von "großer Bedeutung". Dazu werde sie Gespräche innerhalb der EU führen, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Sie sprach sich erneut für einen europäischen Kandidaten aus, wollte aber keine Namen nennen.
Merkel: Gespräche über IWF-Nachfolge in der EU
Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem Rücktritt von Dominique Strauss-Kahn als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) für eine schnelle Nachfolgelösung ausgesprochen. Dies sei von "großer Bedeutung". Dazu werde sie Gespräche innerhalb der EU führen, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Sie sprach sich erneut für einen europäischen Kandidaten aus, wollte aber keine Namen nennen.
Mit Blick auf die Schwellenländer sagte Merkel, diese hätten mittelfristig Anspruch auf eine der Chefpositionen in Weltbank und IWF. Ein Europäer sollte aber jetzt die Position beim IWF übernehmen, weil es derzeit die Probleme beim Euro gebe. Außerdem sei die Amtsperiode Strauss-Kahns noch nicht abgelaufen. Die Entscheidung zu seinem Rücktritt sei wichtig für die Wiedergewinnung der Handlungsfähigkeit des IWF.
Am Vorabend hatte Frankreich Deutschland in dem Bemühen gestützt, wieder einen Europäer an die Spitze des IWF zu bringen. Merkels Anspruch sei "legitim", sagte Frankreichs Europaminister Laurent Wauqiez am Mittwochabend in Berlin. Europa sei der größte Beitragszahler zum IWF. Außerdem sei der Währungsfonds derzeit in Europa sehr engagiert, sagte Wauqiez zur Begründung.
Deutschland ist der größte europäische Beitragszahler zum IWF. Wauquiez fügte hinzu, er verstehe, dass die Schwellenländer mehr Raum im IWF einnehmen wollten, aber das sei zurzeit nicht möglich. Darin seien sich Frankreich und Deutschland "total einig". Auf die Frage, wer für das Amt infrage käme, sagte Wauquiez, für eine Namensnennung sei es "zu früh".
dapd
