Internetbotschaft der Kanzlerin Merkel: Erneuerbare Energien sollen möglichst bald preisdeckend sein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger aufgerufen, der Energiewende offen gegenüberzustehen. Einen Tag nach der grundsätzlichen Einigung der Bundesregierung mit den Ländern, bis 2022 stufenweise und unumkehrbar aus der Atomenergie auszusteigen, erklärte Merkel am Samstag vor allem den Ausbau des Stromnetzes für notwendig.

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Merkel: Erneuerbare Energien sollen möglichst bald preisdeckend sein

Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger aufgerufen, der Energiewende offen gegenüberzustehen. Einen Tag nach der grundsätzlichen Einigung der Bundesregierung mit den Ländern, bis 2022 stufenweise und unumkehrbar aus der Atomenergie auszusteigen, erklärte Merkel am Samstag vor allem den Ausbau des Stromnetzes für notwendig. In ihrer Internetbotschaft erklärte sie zudem, Erneuerbare Energien sollten möglichst bald preisdeckend werden.

Die Bundesregierung wolle den Weg der Energiewende gemeinsam mit den Ländern und mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern gehen. "Natürlich wird es Veränderungen geben, und natürlich dürfen wir uns nicht gegen jede Veränderung sperren, denn sonst werden wir den Strom der Zukunft nicht erhalten können. Aber ich glaube, das Anliegen ist so wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger bei dieser Frage mitmachen", sagte Merkel.

Für den Strom der Zukunft brauche Deutschland "eine ganz neue Architektur", sagte die Kanzlerin. Vor allem sei es notwendig, mehr für den Netzausbau zu tun, um den Umbau der Energieversorgung zu schaffen. "Die Windenergie wird eine zentrale Bedeutung haben. Und somit muss sehr viel Strom von Nord nach Süd transportiert werden."

Die Bundesregierung wolle das Netzausbaugesetz ändern, um auch Bundeskompetenzen nutzen zu können und "gemeinsam mit den Ländern einen schnelleren Netzausbau hinzubekommen".

Merkel sagte weiter, Erneuerbare Energien sollten so genutzt werden, dass sie möglichst bald preisdeckend würden. "Heute haben wir eine Umlage im Erneuerbare-Energien-Gesetz von etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Wir wollen, dass diese Umlage nicht wesentlich erhöht wird. Wir glauben, dass wir das schaffen können."

Am Montag will das Bundeskabinett über das Gesetzespaket zur Energiewende beraten. Die Spitzen der Koalitionsparteien hatten die Beschlüsse mit den Ländern noch am Freitagabend abgesegnet.

dapd