Zu der Aktion aufgerufen hatte der Verein Sozio-Kultur-Zentrum Werkstatt Kassel Mehrere hundert Kasseler zeigen Solidarität mit Ai Weiwei

Mit einer Solidaritätskundgebung haben sich am Dienstagabend in Kassel mehrere hundert Menschen für die Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei eingesetzt.

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Mehrere hundert Kasseler zeigen Solidarität mit Ai Weiwei

Kassel (dapd). Mit einer Solidaritätskundgebung haben sich am Dienstagabend in Kassel mehrere hundert Menschen für die Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei eingesetzt. Die Veranstalter schätzten die Zahl der Teilnehmer am Abend auf rund 400. In Anlehnung an das Kunstwerk "Fairytale" ("Märchen"), das Ai 2007 während der Kunstausstellung documenta 12 in Kassel gezeigt hatte, brachten viele der Unterstützer Stühle mit zu der Kundgebung.

"Free Ai" und "Freiheit für Ai Weiwei" war auf Postern zu lesen. "Ich hoffe, dass ihn das Bild das sich hier bietet, persönlich irgendwann erreichen wird", sagte Bürgermeister Jürgen Kaiser vor der Menge.

Zu der Aktion aufgerufen hatte der Verein Sozio-Kultur-Zentrum Werkstatt Kassel. Die Veranstalter betonten die Verbundenheit der Stadt mit dem Künstler und Regimekritiker. Auf einer Wandzeitung konnten Botschaften an Ai Weiwei übermittelt werden. Die Stadtspitze will diese auf offiziellem Wege an die chinesische Führung weiterleiten. Ai Weiwei war am 3. April am Pekinger Flughafen festgenommen worden und ist seitdem verschwunden.

Zur documenta 12 hatte der Künstler unter dem Titel "Fairytale" 1.001 Chinesen aus verschiedenen Regionen seines Landes nach Kassel eingeladen. Zugleich verteilte er 1.001 historische Holzstühle aus der Qing-Dynastie in Sitzgruppen auf die Ausstellungsorte.

dapd