Online-Marketing Mehr verkaufen im Netz: 6 Website-Basics für B2B-Unternehmen

Für B2B-Unternehmen sind Messen wichtige Veranstaltungen, um Kunden zu gewinnen. In der Corona-Krise müssen sie jedoch umdenken. Tipps für mehr Verkaufserfolg im Netz.

Bunter Verkausladen
Wer in Zeiten von Corona mehr über seine Website verkaufen möchte, sollte zum Beispiel dafür sorgen, dass alle Produkte auf der Website genau benannte werden. So finden Kunden ihre gewünschten Produkte schneller, auch über die Google-Suche. - © ontsunan - stock.adobe.com

Von Gastautor Phil Poosch

Verkaufen über das Internet - der technische Fortschritt hat es möglich gemacht, dass die Kundenansprache heutzutage vielfach online abläuft. Das gilt natürlich auch für B2B-Kunden. Weil Messen nicht stattfinden können, wo man auf mögliche Geschäftspartner treffen könnte, sollte die B2B-Ansprache neue Wege gehen. Höchste Zeit also, einen Online-Auftritt zu entwerfen oder die bisherige Präsenz im Internet zu verbessern. Eine Richtschnur ist hier das Google-Ranking. Nur wer es schafft, bei wichtigen Suchbegriffen in den ersten Suchergebnissen aufzutauchen, wird überhaupt beachtet. Wenn dann auch die Internetseite einen überzeugenden Eindruck macht und einen perfekten Eindruck der Unternehmensangebote bietet, stellt sich mit Sicherheit Erfolg ein. Sechs Tipps, die dabei helfen, den Verkaufserfolg im Netz zu steigern.

1. Suchwörter: Erkennen Sie den Bedarf der Zielgruppe

Ungünstig ist es, wenn ein Unternehmen gar nicht weiß, was mögliche Kunden überhaupt wollen. In dem Fall fehlt direkt die Grundlage für das weitere Vorgehen. Natürlich ist es ebenso wichtig, zu wissen, was was eigene Angebot besonders macht. Ohne eine Bedarfsanalyse des Kunden stochert man allerdings im Nebel. Man sollte sich daher konkret damit auseinandersetzen, was die Zielgruppe möchte. Einfach gesagt: Wer nicht weiß, mit welchen Stichwörtern die Zielgruppe bei Google sucht, kommt mit ihr auch nicht zusammen.

2. Aktuelle Internetseite: Nutzen Sie eine aktuelle Programmier- und Designsprache

Es gibt sie zwar noch: Uralte Internetseiten, die mit Programmiersprachen entwickelt wurden, die niemand mehr kennt. Bei Google werden diese aber nicht mehr auftauchen - schon gar nicht weit oben. Für ein gutes Ranking muss Google die Seite daher wahrnehmen und als brauchbar für den Nutzer identifizieren. Das macht die Suchmaschine nur, wenn aktuelle Programmiersprachen und Systeme verwendet werden. Hier hilft manchmal nur eine komplette Neuaufsetzung, auch "Relaunch" genannt.

3. Was wird gesucht: Geben Sie dem Kunden konkrete Antworten

Anders als vor Ort im Geschäft findet ein Verkaufskontakt online erst dann statt, wenn das Angebot deutlich dem Bedarf des Kunden entspricht. Auch muss der Kunde erst einmal auf die Seite finden. Ein plakatives Beispiel ist der Schraubenhersteller, der auf seiner Homepage schreibt, dass er alle Arten von Schrauben liefern kann. Wer nun eine bestimmte Größe googelt, wird allerdings eher auf einen Shop geleitet, der exakt diese Schraube auf der Seite beschreibt. Wichtig ist also, dass das Angebot genau benannt wird.

4. Bitte melden: Richten Sie die Homepage auf den Vertrieb aus

Jede Internetseite, die auf Verkauf ausgerichtet ist, braucht eine Handlungsaufforderung an den Kunden. Egal, wie schön und detailliert die Produkte beschrieben sind: Ohne eine einfache Möglichkeit, ein Produkt zu kaufen oder Kontakt aufzunehmen, springen viele Kunden wieder ab. Hier hilft zum Beispiel ein besonders markierter Bereich auf der Internetseite.

5. Im Blick: Was sagt das Internet über mich?

Manch ein Geschäftsinhaber kümmert sich kaum darum, wie in Internet-Rezensionen sein Produkt oder seine Dienstleistung beschrieben werden. Allerdings haben Verrisse und Lobeshymnen ebenfalls Auswirkungen auf das Ranking bei Google. Eine Analyse der Reputation im Netz und Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel Antworten auf Rezensionen, erhöhen die Reputation im Netz. Auch wenn zu viel von "falschen" Quellen über das Unternehmen gesprochen wird, kann das die Website negativ beeinflussen: Eine Empfehlung oder eine bloße Verlinkung von einer fragwürdigen Quelle wirkt sich zum Beispiel negativ aus. Da kann das Produkt noch so gut sein.6. Das große Ganze: Decken Sie das ganze Thema abDie Zeiten sind vorbei, in denen eine Internetseite nur eine Visitenkarte im Netz ist. Das Maximalziel ist dabei, dem Unternehmen zu verhelfen, ein gesamtes Thema abzudecken und nicht nur einen bestimmten Spezialbereich. Die besten Hersteller und Dienstleister haben den Anspruch, eine Plattform für alle Antworten zu sein.

Über den Autor

Phil Poosch berät und begleitet B2B Unternehmen auf dem Weg zum digitalen Erfolg. Dabei hat er sich auf die Online-Positionierung und Neukundengewinnung spezialisiert.