Weltweit gibt es seit 2010 wieder mehr Millionäre als vor der Finanzkrise. In der Verteilung des Reichtums spiegelt sich zugleich das Erstarken der Schwellenländer wider, wie aus einer Studie der Bank Merrill Lynch und der Unternehmensberatung Capgemini hervorgeht.
Mehr Millionäre als vor der Finanzkrise
Berlin/New York (dapd). Weltweit gibt es seit 2010 wieder mehr Millionäre als vor der Finanzkrise. In der Verteilung des Reichtums spiegelt sich zugleich das Erstarken der Schwellenländer wider, wie aus einer Studie der Bank Merrill Lynch und der Unternehmensberatung Capgemini hervorgeht. Demnach gibt es 10,9 Millionen Menschen, die über ein investierbares Vermögen - also etwa ohne selbst genutzte Immobilien - von mehr als einer Million Dollar verfügen. Das sind 10,2 Prozent mehr als 2009. Die Vermögen dieser Gruppe stiegen um 11,5 Prozent.
In Deutschland gibt es demnach 924.000 Millionäre, die unter diese Definition fallen. Das entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent im Vergleich zu 2009.
Zwar kämen 53 Prozent der Millionäre aus den USA, Japan und Deutschland, heißt es in der Studie weiter. Diese Konzentration schwäche sich aber allmählich ab. Das starke Wachstum der Schwellenländer führe dazu, dass immer mehr Menschen aus China, Indien, Brasilien und Russland zu den Millionären zählen. So gibt es demnach erstmals mehr Millionäre in Asien als in Europa.
Auffallend ist dabei die Altersstruktur. Insgesamt ist nur knapp jeder fünfte Millionär unter 45 Jahre alt. Im asiatisch-pazifischen Raum mit aufstrebenden Staaten wie China, Indien oder Südkorea (ohne Japan) sind es aber 41 Prozent. Die Unterschiede deuten darauf hin, dass viele Reiche in den Schwellenländern sich in jungen Jahren ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut haben, während in den alten Industriestaaten deutlich mehr Millionäre das ererbte Vermögen verwalten.
dapd
