Mehr Geld für Gründer: Die KfW kann künftig mehr Start-ups fördern - aus Mitteln des EU-Investitionsplans. Los geht es im Dezember.

Die milliardenschwere EU-Investitionsoffensive kommt auch in Deutschland in Gang. Zur Förderung von Start-up-Firmen kann die staatliche Förderbank KfW ab 1. Dezember 2015 für die kommenden zwei Jahre günstige Darlehen im Umfang von einer Milliarde Euro vergeben. Das Geld fließt zunächst in das Programm "ERP Gründerkredit – StartGeld", mit dem Existenzgründer und junge Unternehmer gefördert werden.
Ein entsprechendes Abkommen vereinbarten die KfW und der Europäische Investitionsfonds (EIF). Die Kredite werden durch eine Garantie des EIF gesichert. Bislang wurde das KfW-Programm bereits aus Mitteln von COSME, dem EU-Programm für kleine und mittlere Unternehmen, unterstützt. Die KfW könne nun mit dem Geld aus dem EFI zusätzlich Darlehen für mehr als 15.000 Start-ups und junge Kleinunternehmen vergeben, hieß es.
Acht Milliarden Euro von 2015 bis 2017
Im Rahmen des ERP-Gründerkredites bekommen Geförderte bis zu 100.000 Euro Kredit, um ein Unternehmen aufzubauen und zu betreiben – also beispielsweise die Anschaffung von Maschinen oder Firmenwägen. Damit Gründer einfacher einen Bankkredit bekommen, übernimmt die KfW 80 Prozent des Ausfallrisikos. Nach- oder Anschlussfinanzierungen kommen dagegen für das Programm nicht in Frage.
"ERP Gründerkredit-Startgeld" ist das erste in Deutschland finanzierte Projekt im Zuge des Investitionsplans, der von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angestoßen wurde. Ziel ist es, mit Hilfe eines Fonds wirtschaftlich tragfähige Investitionsprojekte in einem Volumen von etwa 315 Milliarden Euro in den nächsten Jahren anzustoßen. Dafür sollen vor allem private Investitionen mobilisiert werden. Dazu wurde ein Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) geschaffen, den Deutschland über die KfW von 2015 bis 2017 mit acht Milliarden Euro unterstützt. sch/dpa