Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr gestiegen. Insgesamt wurden den Amtsgerichten 16.468 Unternehmenspleiten gemeldet, 2,0 Prozent mehr im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zugleich wurden 53.864 Verbraucherinsolvenzen registriert. Binnen Jahresfrist ist dies ein Anstieg um 11,6 Prozent.
Mehr Insolvenzen
Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 84.502, ein Plus von 7,2 Prozent.
Wie die Behörde unter Berufung auf die Gerichte weiter mitteilte, beliefen sich die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger zwischen Januar und Ende Juni auf 21,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte sich der Wert noch auf 24,4 Milliarden Euro summiert.
Im Juni 2010 wurden den weiteren Angaben zufolge 2.752 Insolvenzen von Unternehmen registriert, 1,3 Prozent als im Juni 2009. Zugleich legte die Zahl der zahlungsunfähigen Verbraucher um 10,2 Prozent auf 9.297 zu. Insgesamt wurden damit von den Gerichten 14.377 Insolvenzen registriert. Gegenüber dem Vorjahresmonat war dies ein Anstieg um 5,3 Prozent.
dapd