In Deutschland mehren sich die krankheitsbedingten Fehlzeiten im Job. Nachdem bereits 2007 ein Anstieg registriert wurde, ist dies nun auch für das Jahr 2008 festzustellen.
Mehr Fehlzeiten im Job
Am deutlichsten stieg laut dem Berufsverband der Betriebskrankenkassen die Zahl der psychischen Erkrankungen, wie aus der Studie des Verbandes hervorgeht.
Der Krankenstand stieg demnach von Januar bis Oktober 2008 auf 3,8 Prozent an, verglichen mit 3,7 Prozent im Vorjahr. 2007 fehlten Arbeitnehmer durchschnittlich an 12,8 Tagen.
Wie schon in den Vorjahren nähmen psychische Störungen als Ursache für die Krankschreibungen zu, hieß es. Sie seien im vergangenen Jahr der Grund für rund 9 Prozent aller Krankheitstage gewesen. Bezöge man die Daten der Arbeitslosen mit ein, seien es sogar 10 Prozent. Das sei der Höchststand in der über 30-jährigen Krankheitsberichterstattung des Verbandes.
Bei Frauen sei mittlerweile sogar jeder achte Krankentag auf psychische Leiden zurückzuführen. Am häufigsten treten der Studie zufolge Ängste auf, gefolgt von Depressionen und Suchterkrankungen. Bei Frauen seien Depressionen doppelt so häufig wie bei Männern, allerdings wiesen Männer eine dreifach höhere Quote an Suchterkrankungen auf, meist in Verbindung mit Alkohol. Arbeitslose hätten im Vergleich zu Beschäftigten rund viermal so lange Krankheitszeiten durch seelische Leiden, hieß es.
ddp