Vorstellung des 911 Carrera 4 und Carrera 4S Mehr Fahrleistung durch Doppelkupplung

Die jüngste Generation der Porsche-Sportwagen mit Allradantrieb – erkennbar an der 4 in der Typbezeichnung – geht mit drei technischen Neuerungen an den Start. Von Dörthe Rautmann

Mehr Fahrleistung durch Doppelkupplung

Das neue Porsche-Doppelkupplungssystem (PDK), das die bisherige Triptronic S ablöst, wechselt schnell und ohne Zugkraftunterbrechung die Gänge und zeigt eine geringere Verlustleistung als eine konventionelle Automatik für den Eigenbedarf. Kern des Getriebes sind zwei auf einer gemeinsamen Achse angeordnete Nasskupplungen. Eine Kupplung ist für das erste Teilgetriebe mit den ungeraden Gängen sowie den Rückwärtsgang zuständig, die andere Kupplung für das zweite Teilgetriebe mit den geraden Übbersetzungsstugen. Diese Doppelkupplung verbindet die beiden Teilgetriebe abwechselnd mit dem Motor. Das Doppelkupplungsgetriebe verkürzt die Sprintzeit des Carrera 4S Coupé (385 PS) von 0 auf 100 km von 4,7 s mit Handschaltgetriebe auf 4,5 s.

Außerdem hat ein Generationenswechsel stattgefunden: Vom hydraulischen zum elektronisch gesteuerten Allradantrieb. Die neue Generation von Carrera 4 und Carrera 4S löst mit dem elektronisch gesteuerten "Porsche Traction Management" (PTM) den Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung ab. Dadurch entsteht noch mehr Fahrstabilität und Traktion. Das PTM leitet den in jeder Fahrsituation optimalen Anteil des Motormoments über eine Lamellenkupplung zusätzlich auf die Vorderräder. Das PTM ist nach Angaben des Herstellers schneller als die Wahrnehmung des Fahrers: Der Porsche Allradantrieb kann sozusagen vorausschauend agieren. Extreme Fahrmanöver im Hochgeschwindigkeitsbereich beweisen dies. Die häufig quietschenden Räder beim Start werden so beispielsweise vermieden. Fahrmanöver auf feuchter Fahrbahn zeigen, dass der Carrera 4 ungewöhnlich lange den eingeschlagenen Rädern folgt. Ein typisches Merkmal der Allradmodelle ist das rote Heckleuchtenband, das die beiden Rückleuchten optisch miteinander verbindet.

Die Gemischbildung direkt im Brennraum ermöglicht es, aus weniger Kraftstoff mehr Energie zu nutzen. Je nach Fahrzeug und Ausstattung zeichnen sich die neuen Allrad Carreras mit bis zu 8,5 Prozent mehr Leistung, 12,9 Prozent weniger Verbrauch und 15,4 Prozent weniger CO2-Emissionen aus.

Für die Coupémodelle gibt es das PASM-Sportfahrwerk an. Angesprochen wird damit besonders der sportlich ambitionierte Fahrer. Dieser findet eine straffere Gesamtabstimmung in Kombination mit einer Tieferlegung von 20 mm und einem gleichzeitig geschmeidigeren Anfederverhalten vor.

Die neue Elfergeneration ist ausgestattet mit dem neuen "Porsche Communication Management" (PCM). Mit der optional erhältlichen universellen Audioschnittstelle lassen sich über PCM auch externe Audioquellen wie iPod oder USB-Stick steuern.

Am 25. Oktober kommen die neuen Allradelfer zu den Händlern. Der Carrera 4 kostet als Coupé 89.577 Euro und als Carrera 4S 100.525 Euro. Für das Cabriolet Carrera 4S liegt der Preis bei 111.473 Euro.