Im zweiten Jahr in Folge ist die Zahl der Kfz-Diebstähle in Deutschland 2010 wieder angestiegen. Dies zeigen die Zahlen der jährlichen Untersuchung zum Autodiebstahl der Deutschen Versicherer (GDV). Besonders betroffen sind unter anderem einige Großstädte in Sachsen, wohingegen Bayern und Baden-Württemberg als besonders sicher gelten.
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Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 19.503 kaskoversicherte Autos gestohlen. Zusammen mit den Fahrzeugen, die nur haftpflichtversichert sind, wurden 36.552 Fahrzeuge Opfer von Dieben. In Berlin wurden am meisten Autos geklaut: 3,7 von 1.000 zugelassenen Fahrzeugen. Auch die Großstädte Sachsens sind vom Anstieg der Autodiebstähle besonders betroffen: Dresden verzeichnete ein Plus von 20,1 Prozent, Leipzig von 13,8 Prozent.
Damit nimmt die Anzahl der Autodiebstähle in Deutschland zum zweiten Mal seit 1993 wieder zu. "Der Anstieg hat im Vergleich zu 2009 zwar abgenommen, ist aber dennoch sehr ärgerlich", sagte Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. "Von den Diebstahlzahlen Anfang der 90-er Jahre, als jährlich weit mehr als 100.000 Pkw gestohlen wurden, sind wir aber weit entfernt."
In Baden-Württemberg wurden 9,2 Prozent weniger Kraftfahrzeuge gestohlen. Das Bundesland gehört damit neben Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu den Ländern mit dem geringsten Diebstahlrisiko. Hier wurden durchschnittlich 0,2 von 1.000 Pkws gestohlen. Zum Vergleich: Die bundesweite Diebstahlrate lag bei 0,6 pro 1.000 kaskoversicherten Fahrzeugen.
Die Gesamtschädigungssumme stieg 2010 um 10,5 Prozent auf rund 348 Millionen Euro. Bei Dieben besonders beliebt war der Toyota Lexus RX400 Hybrid: Er wurde am häufigsten gestohlen. Ihm folgen der BMW M390 (M3 Coupé) und der VW 7DZ (T4 Caravelle, Multivan 2.5 TDI). Die Häufigkeit der Diebstähle kann über die Tarifmerkmale der Typklasse und der Regionalklasse auch die Höhe der Prämie in der Kaskoversicherung beeinflussen.
dhz
