Der russische Präsident Dimitri Medwedew hat den Deutschen wegen des zurückgezogenen Quadriga-Preises an Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin "Feigheit und Inkonsequenz" vorgeworfen. "Wenn schon ein Beschluss gefasst ist, dann sollte man dem auch nachgehen", sagte Medwedew zum Abschluss der 13. deutsch-russischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Hannover.
Medwedew nennt Rückzug bei Quadriga-Preis feige
Hannover (dapd). Der russische Präsident Dimitri Medwedew hat den Deutschen wegen des zurückgezogenen Quadriga-Preises an Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin "Feigheit und Inkonsequenz" vorgeworfen. "Wenn schon ein Beschluss gefasst ist, dann sollte man dem auch nachgehen", sagte Medwedew zum Abschluss der 13. deutsch-russischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Hannover. Der Preis habe sich nun für die internationale Gemeinschaft "verwirkt", sagte er laut Simultanübersetzung.
Putin sollte für seine Verdienste für die deutsch-russischen Beziehungen geehrt werden. Nach heftiger Kritik an dieser Entscheidung hatte das gemeinnützige Netzwerk Quadriga aber entschieden, in diesem Jahr überhaupt keine Preise zu vergeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Medwedew hatten zuvor betont, dass das Regierungstreffen nicht unter den Querelen um den Quadriga-Preis leiden solle.
dapd
