Betriebsbesuch bei Kfz Hirning Manuel Hagel: "Mehr Herz fürs Handwerk"

Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU für die baden-württembergische Landtagswahl 2026, besuchte vor Kurzem Kfz Hirning in Laichingen. Dabei nahm er sich nicht nur Zeit, um sich Werkstatt und Autohaus zeigen zu lassen, er musste auch seine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Der CDU-Spitzenkandidat für die baden-württembergische Landtagswahl, Manuel Hagel (3.v.re.), lässt sich von Ludwig Hirning (2.v.re) erklären, was beim Reifenwechsel zu beachten ist. Links im Bild Seniorchef Hermann Hirning und Katja Maier, Präsidentin der Handwerkskammer Ulm. - © Amos Oberle

"Letztes Jahr war der Hagel schon mal da", begrüßte Seniorchef Hermann Hirning gut gelaunt den Politiker. Das Wortspiel in Anspielung auf die schweren Unwetter des Jahres 2024 war aber nur der Auftakt, um Manuel Hagel beim Vor-Ort-Termin zu zeigen, vor welchen Herausforderungen Handwerksbetriebe derzeit stehen und wie die Politik unterstützen könnte. Bei diesem Termin ebenfalls anwesend waren die Präsidentin der Handwerkskammer Ulm, Katja Maier, und Hauptgeschäftsführer Tobias Mehlich.

Das Fazit des Betriebsbesuchs: Auch für erfolgreiche Unternehmen ist es wichtig, dass die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden. Zu den Herausforderungen, vor denen Handwerksunternehmen aktuell stehen und die ihnen den Alltag schwermachen, gehöre "überbordende Bürokratie", so Hirning. Vieles sei aufwändig und unnötig. Oft fehle es auch an Unterstützung. Der Kfz-Meister nannte in diesem Zusammenhang das Beispiel der Corona-Hilfen, die erst mit großem Aufwand beantragt und dann vollständig zurückgezahlt werden mussten. "Da ist viel Vertrauen verloren gegangen."

Politik muss ihre Hausaufgaben machen

Aber auch Staat und Politik müssten ihre Hausaufgaben machen, so Hermann Hirning. "Es ist nur schwer zu verstehen, dass ein Antrag für einen Digitalisierungszuschuss noch per Post gestellt werden muss", sagte der 60-Jährige in Richtung des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Baden-Württemberg.

Oder die Förderung von E-Autos, die auch wirklich bei den Bürgern ankommen müsse, unterstrich Ludwig Hirning, Sohn von Hermann Hirning. Manuel Hagel zeigte sich interessiert, fragte nach und ließ sich aus dem Berufsalltag der Handwerksunternehmer berichten. "Eine verlässliche Ladeinfrastruktur und sinkende Energiepreise, dann wird der Markt auch anziehen", ist sich der CDU-Politiker sicher.

Spitzenkandidat sichert Unterstützung zu

Manuel Hagel unterstrich die Bedeutung handwerklicher Betriebe für die Wirtschaft. Es sei der Mittelstand und vor allem das Handwerk, das den Wohlstand auch in Zukunft sichere, sagte Hagel und versprach "viel mehr Herz fürs Handwerk. Wir setzen alles daran, dass Sie Ihr Geschäft erfolgreich betreiben können."

Er wolle sich für die Gleichwertigkeit von Studium und Meisterausbildung einsetzen, sagte Hagel, denn "wir brauchen Meister". Eine Erhöhung der Meisterprämie sei in einem ersten Schritt denkbar. Er wolle aber auch die Berufsorientierung an Schulen ausbauen. Außerdem müsse der Prozess der Betriebsübergabe und -nahme besser organisiert werden. "Neugründungen sind wichtig, aber Übernahmen sind wichtiger, denn wir brauchen so tolle Betriebe wie Sie – nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land, um die Infrastruktur zu erhalten."

Vorteile, die nur ein Familienbetrieb bieten kann

Hermann Hirning startete sein Unternehmen 1994 als Ein-Mann-Betrieb. Um die Jahrtausendwende wurden Werkstatt und Autohaus an einem neuen Standort neu gebaut und um eine Waschanlage erweitert. Kfz Hirning beschäftigt heute zehn Mitarbeiter. Neben seiner Frau in der Buchhaltung arbeiten auch alle seine Kinder im Familienbetrieb mit. Schadensregulierung, Unfallinstandsetzung und Werkstattservice machen das Hauptgeschäft aus. Rund ein Drittel steuert der Kfz-Handel zum Umsatz bei.

Um als Handwerksbetrieb erfolgreich sein zu können, müssten laut Hirning unter anderem folgende Rahmenbedingungen stimmen: politische Stabilität, verlässliche Geldpolitik und treue Kunden. Und auch ohne seine langjährigen Mitarbeiter ginge es nicht, betont der Chef. Kurze Wege und direkte Kommunikationen seien Vorteile, die nur ein Familienunternehmen bieten könne. "Unser Erfolg beruht auch auf gegenseitiger Unterstützung in der Familie" und auf Werten wie Zuverlässigkeit, Vertrauen und Offenheit.

Beim Betriebsbesuch des baden-württembergischen CDU-Fraktionsvorsitzenden konnte das Team genau das zeigen. Und auch Manuel Hagel machte in Arbeitskleidung beim Reifenwechsel in der Werkstatt mit den Söhnen von Hermann Hirning eine gute Figur.