Mit seinem chinesischen Partner Sinotruk MAN präsentiert Lastwagen für Asien

Der deutsche Lastwagenbauer MAN hat mit seinem chinesischen Partner Sinotruk einen Lastwagen für Schwellenländer unter der neuen gemeinsamen Marke Sitrak entwickelt. Auf der Automesse in Schanghai präsentierten MAN-Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen und Sinotruk-Aufsichtsratschef Chunji Ma am Dienstag den ersten Schwerlaster, der im Dezember in China in Serie gehen soll.

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MAN präsentiert Lastwagen für Asien

Schanghai (dapd). Der deutsche Lastwagenbauer MAN hat mit seinem chinesischen Partner Sinotruk einen Lastwagen für Schwellenländer unter der neuen gemeinsamen Marke Sitrak entwickelt. Auf der Automesse in Schanghai präsentierten MAN-Vorstandschef Georg Pachta-Reyhofen und Sinotruk-Aufsichtsratschef Chunji Ma am Dienstag den ersten Schwerlaster, der im Dezember in China in Serie gehen soll. 2018 wollen MAN und Sinotruk jährlich 200.000 Sitrak-Lastwagen in Asien, Russland, Nahost und Afrika verkaufen.

Pachta-Reyhofen sprach von einem "wichtigen Schritt in der globalen Expansion von MAN". Der Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern hat im vergangenen Jahr 110.000 Lastwagen verkauft, die Hälfte davon waren VW-Constellation-Lastwagen aus dem Werk in Brasilien. Mit der chinesischen Marke Sitrak will MAN vor allem beim rasanten Wachstum des größten Lkw-Markts China dabei sein, wo im vergangenen 1,5 Millionen Lastwagen vor allem aus lokaler Produktion verkauft wurden.

MAN ist mit 25 Prozent an Sinotruk beteiligt und hat im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro Dividende und Lizenzgebühr für MAN-Technologie eingenommen. Der neue Sitrak-Lastwagen mit 430 PS und dem in Europa abgelösten Euro-4-Motor soll rund 40.000 Euro kosten, also knapp die Hälfte eines Lastwagens aus europäischer Produktion. Er wird von Sinotruk in der ostchinesischen Metropole Jinan gebaut. MAN übernimmt den Vertrieb der neuen Marke in jenen Schwellenländern, in denen der Konzern bereits ein starkes Händler- und Werkstättennetz hat.

dapd