Abstand zur Konkurrenz soll weiter vergrößert werden Lufthansa fliegt operativ in die Gewinnzone

Die Lufthansa hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres beim operativen Ergebnis die Gewinnzone knapp erreicht. Nach einem Verlust von 171 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete die größte deutsche Fluggesellschaft von Januar bis Juni ein Plus von drei Millionen Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht hervorgeht.

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Lufthansa fliegt operativ in die Gewinnzone

Frankfurt/Main (dapd). Die Lufthansa hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres beim operativen Ergebnis die Gewinnzone knapp erreicht. Nach einem Verlust von 171 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete die größte deutsche Fluggesellschaft von Januar bis Juni ein Plus von drei Millionen Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht hervorgeht.

Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten sei von den Katastrophen in Japan, den politischen Unruhen in Nordafrika, hohen Treibstoffkosten und dem Konkurrenzdruck in Europa belastet worden, erklärte der DAX-Konzern. Unter dem Strich, also nach Steuern, steht den Angaben zufolge ein Verlust von 206 Millionen Euro.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich das Minus damit fast verdoppelt. Das Konzernergebnis enthalte einen negativen Bewertungseffekt, der sich aus geänderten Zeitwerten von Treibstoff-Sicherungsgeschäften ergebe, erklärte die Lufthansa dazu.

"Lufthansa ist auch nach sechs Monaten mit heftigem Gegenwind eine der profitablen Fluggesellschaften der Welt. Wir arbeiten in allen Geschäftsfeldern daran, den Abstand zu unseren Wettbewerbern weiter zu vergrößern", sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow.

Den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern. Gerechnet werde weiter mit einem Anstieg von Umsatz und operativem Ergebnis. Gleichzeitig senkte die Lufthansa ihre Prognose für die Treibstoffkosten im laufenden Jahr leicht auf 6,4 Milliarden Euro. Allerdings würden sich die politischen Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten und die Folgen der Atomkatastrophe in Japan auch im zweiten Halbjahr negativ auf das Geschäft auswirken, sagte Gemkow.

Die Lufthansa-Aktie gab gut drei Prozent nach. Analysten sagten, die Zahlen seien schlechter ausgefallen als erwartet. Allerdings habe sich der Konzern besser geschlagen als Wettbewerber Air-France-KLM.

Wie aus dem Zwischenbericht weiter hervorgeht, senkte das umsatzstärkste Geschäftsfeld des Konzerns, die Passage Airline Gruppe, den operativen Verlust um 103 Millionen auf 239 Millionen Euro. Davon entfielen auf Lufthansa Passage 100 Millionen, auf Austrian Airlines 64 Millionen, auf BMI 120 Millionen und auf Germanwings 46 Millionen. Dagegen habe Swiss ein gutes erstes Halbjahr verbucht und mit einem operativen Gewinn von 104 Millionen Euro fast den Wert des Vorjahres verdoppelt. Im Geschäftsfeld Logistik erwirtschaftete die Frachttochter Lufthansa Cargo einen operativen Gewinn von 133 Millionen Euro.

dapd