Treibstoffsicherungsgeschäfte belasten Quartalsergebnis Lufthansa erwartet weiter steigende Umsätze

Die Lufthansa ist nach dem ersten Quartal für den Rest des Jahres positiv gestimmt. Trotz der Ungewissheit über die weitere Entwicklung in Japan und Nordafrika und deren Auswirkung auf die Höhe des Ölpreises geht Deutschlands größte Fluggesellschaft weiterhin von einer Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr aus.

Foto: dapd

Lufthansa erwartet weiter steigende Umsätze

Frankfurt/Main (dapd). Die Lufthansa ist nach dem ersten Quartal für den Rest des Jahres positiv gestimmt. Trotz der Ungewissheit über die weitere Entwicklung in Japan und Nordafrika und deren Auswirkung auf die Höhe des Ölpreises geht Deutschlands größte Fluggesellschaft weiterhin von einer Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr aus.

Finanzvorstand Stephan Gemkow sagte am Donnerstag bei der Präsentation der Erstquartalszahlen, zum einen gäben die Verkehrszahlen für den Monat April Anlass zum Optimismus. Zum anderen sähen auch die Vorausbuchungen für die kommenden Monate positiv aus. Die April-Zahlen sollen nächste Woche veröffentlicht werden.

Wie es im Quartalsbericht heißt, stellt sich der DAX-Konzern in den kommenden Monaten auf weiter steigende Treibstoffkosten ein. Bereits im ersten Quartal gab die Lufthansa 27,8 Prozent mehr für Flugbenzin aus als im Vorjahr. Insgesamt rechnet der Vorstand 2011 mit Kosten von rund 6,6 Milliarden Euro. Im abgelaufenen Jahr waren es 5,2 Milliarden Euro.

Daneben verwies die Lufthansa auf die Buchungsvorschriften, die für Treibstoffsicherungsgeschäfte in der Bilanz angewendet werden müssen. Diese Bewertungseffekte hätten im ersten Quartal aufgrund der stark gestiegenen Treibstoffpreise erstmals zu einer signifikanten Ergebnisbelastung von 292 Millionen Euro geführt. Im Vorjahresquartal waren lediglich 18 Millionen Euro angefallen.

Wegen der Buchungsvorschriften weitete die Lufthansa ihren Verlust im ersten Quartal um 70 Prozent auf 507 Millionen Euro aus. Ohne diese Bewertungseffekte wäre lediglich ein Verlust von 215 Millionen Euro angefallen, erklärte das Unternehmen.

Die Eckdaten des ersten Quartals hatte das Unternehmen bereits am Mittwochabend mitgeteilt. Im Gegensatz zum Nettoergebnis stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres trotz der Unruhen im Nahen Osten und des Erdbebens in Japan von 5,8 Milliarden auf 6,4 Milliarden Euro. Den operativen Verlust senkte der Konzern um 103 Millionen auf 227 Millionen Euro.

Die Lufthansa-Aktie verlor bis Donnerstagmittag 1,1 Prozent auf 104,95 Euro.

dapd