Die Lokführer-Gewerkschaft GDL verschärft den Arbeitskampf für ein bundesweit einheitliches Lohnniveau. Arbeitsniederlegungen bei den Privatbahnen werden nicht mehr wie bislang zwölf Stunden im Voraus, sondern womöglich nur eine Stunde vor Beginn angekündigt. Die Maßnahme könne als "nächste Eskalationsstufe" angesehen werden, sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Freitag.
Lokführer verschärfen den Arbeitskampf
Frankfurt/Main (dapd). Die Lokführer-Gewerkschaft GDL verschärft den Arbeitskampf für ein bundesweit einheitliches Lohnniveau. Arbeitsniederlegungen bei den Privatbahnen werden nicht mehr wie bislang zwölf Stunden im Voraus, sondern womöglich nur eine Stunde vor Beginn angekündigt. Die Maßnahme könne als "nächste Eskalationsstufe" angesehen werden, sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Freitag der Nachrichtenagentur dapd in Frankfurt am Main. Pendler müssen sich damit am Wochenende wohl erneut auf Streiks einstellen.
Die Aufgabe der Frist sei Folge der "Verweigerungshaltung" vor allem der drei privaten Verkehrsunternehmen Veolia, AKN Eisenbahn und Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG). Mit Veolia komme die Gewerkschaft "keinen Schritt voran", und auch die AKN lehne Gespräche ab, erklärte Seibert. Die zuletzt geführten Verhandlungen mit der ODEG seien gescheitert, da das Unternehmen die GDL-Forderung nach einem einheitlichen Rahmentarifvertrag abgelehnt habe.
Die Gewerkschaft hatte zuletzt die sechs privaten Bahnbetreiber Veolia Regio Ost, Veolia Sachsen-Anhalt, AKN, Bayrische Regiobahn, Nord-Ostsee-Bahn und Ostseeland Verkehr bestreikt. Die Aktion dauerte mehrere Tage. Mit weiteren, zuvor von Arbeitsniederlegungen betroffenen Unternehmen wurden zwischenzeitlich Verhandlungen aufgenommen, so mit der Tochter der Hessischen Landesbahn, Cantus. Seibert bezeichnete die Gespräche als konstruktiv.
dapd
