Lkw-Maut auf Bundesstraßen

Bundesregierung erwartet 100 Millionen Euro mehr Einnahmen

Lkw-Maut auf Bundesstraßen

Schwere Lkws mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 12 t haben im vergangenen Jahr rund 25,7 Milliarden Kilometer auf mautpflichtigen Straßen in Deutschland zurückgelegt. Wie aus der Mautstatistik des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) hervorgeht, sind das 5,6 Prozent mehr als 2009.

Trotzdem liegen die Einnahmen rund 350 Millionen Euro unter den Erwartungen der Bundesregierung, die mit einem stärkeren Wachstum gerechnet hatte. Außerdem stieg der Anteil der umweltfreundlichen Lkws, für die weniger Maut fällig wird, an der gesamten Fahrleistung von 59 auf 70 Prozent.

Weil immer mehr Brummifahrer auf Bundesstraßen ausweichen, soll das Straßennetz, auf dem Lkw-Maut anfällt, demnächst auf vierspurige Bundesstraßen ausgedehnt werden. Allerdings werden nicht alle vierspurigen Bundesstraßen gebührenpflichtig. Geplant ist, rund 2.000 der insgesamt 3.700 km in das Mautsystem einzubeziehen. Das würde dem Staat gut 100 Millionen Euro Mehreinnahmen bringen, die zum Teil in das Straßennetz investiert werden sollen. Eine Erhöhung der Lkw-Maut, wie ursprünglich geplant, wird es vorerst nicht geben.

Die Betriebskosten des satellitengestützten Mautsystems liegen aktuell bei 11,5 Prozent der Einnahmen. Das teilte die BetreiberfirmaToll Collect mit. Nach ihren Angaben liegt die Gesamterfassungsquote bei 99,75 Prozent. Ende vergangenen Jahres waren insgesamt knapp 896.000 Lkws in- und ausländischer Spediteure registriert. ste