Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von mehr als zehn Euro benötigten, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten.
Linkspartei fordert Mindestrente gegen Altersarmut
Berlin (dapd). Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von mehr als zehn Euro benötigten, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Die Landauer "Rheinpfalz am Sonntag" berichtete vorab, das Arbeitsministerium habe auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigt, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente über den Grundsicherungsbetrag von 684 Euro monatlich zu erhalten. Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich. Allerdings sei die Möglichkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge dabei nicht berücksichtigt.
Ernst sagte, bei dem gegenwärtigen Lohnniveau bekomme inzwischen jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Alter nicht mehr als die Grundsicherung und sei damit von Altersarmut bedroht. Deshalb bleibe die Linke bei ihrer Forderung nach der Einführung einer Mindestrente in Höhe von 850 Euro monatlich.
dapd
