Der Linke-Vorsitzende Klaus Ernst verlangt angesichts der guten Finanzlage der Rentenversicherung, die Rente mit 67 zu kippen. Die Erhöhung des Rentenalters werde "durch den Aufschwung endgültig überflüssig", sagte Ernst am Donnerstag. Er verwies auf Berechnungen, wonach der spätere Renteneintritt den Rentenbeitrag lediglich um einen halben Prozentpunkt senke.
Linke: Rente mit 67 ist überflüssig
Berlin (dapd). Der Linke-Vorsitzende Klaus Ernst verlangt angesichts der guten Finanzlage der Rentenversicherung, die Rente mit 67 zu kippen. Die Erhöhung des Rentenalters werde "durch den Aufschwung endgültig überflüssig", sagte Ernst am Donnerstag. Er verwies auf Berechnungen, wonach der spätere Renteneintritt den Rentenbeitrag lediglich um einen halben Prozentpunkt senke. Der finanzielle Spielraum der Rentenversicherung sei in den nächsten Jahren "viel höher", erklärte Ernst. Das Fazit laute: "Die Rente ab 67 ist überflüssig." Die Linke werde im Bundestag einen neuen Antrag auf Rücknahme der Rente ab 67 stellen und eine Abstimmung erzwingen.
Am Mittwoch hatte die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) mitgeteilt, aufgrund der guten Finanzsituation sei im nächsten Jahr eine Senkung der Rentenbeiträge von 19,9 auf 19,8 Prozent möglich, 2013 könne eine weitere Entlastung folgen. Im vergangenen Jahr habe es in der Rentenkasse aufgrund der guten Wirtschaftsentwicklung ein Plus von 2,1 Milliarden Euro gegeben, die Rücklagen stiegen damit auf 18,6 Milliarden, wie die DRV-Bund-Vorsitzende Annelie Buntenbach sagte. "Eine Beitragsentlastung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre erfreulich", sagte Buntenbach. Statt hoher Beitragssenkungen solle aber lieber die Rente mit 67 gestoppt werden, sagte Buntenbach, die auch DGB-Vorstandsmitglied ist.
dapd