Nur verhaltene Freude herrschte am Sonntagabend auf der Wahlparty der Linken. Ihre Anhänger reagierten ernüchtert auf die erste Prognose der ARD zur Bremer Bürgerschaftswahl. Zwar schafft die Partei demnach mit sechs Prozent den Wiedereinzug in die Bürgerschaft.
Linke kann Ergebnis von 2007 in Bremen nicht wiederholen
Bremen (dapd). Nur verhaltene Freude herrschte am Sonntagabend auf der Wahlparty der Linken. Ihre Anhänger reagierten ernüchtert auf die erste Prognose der ARD zur Bremer Bürgerschaftswahl. Zwar schafft die Partei demnach mit sechs Prozent den Wiedereinzug in die Bürgerschaft.
Ihr gutes Ergebnis von 2007 wird sie aber wohl nicht wiederholen können. Damals erreichte die Partei von Spitzenkandidatin Kristina Vogt noch 8,4 Prozent der Stimmen. Sie war damit als erste Linke bundesweit in ein Landesparlament eingezogen. Vogt hatte deshalb vor der jetzigen Wahl davon gesprochen, für ein zweistelliges Ergebnis zu kämpfen.
Spitzenkandidatin Vogt zeigte sich in einem Interview mit der ARD dennoch zufrieden, dass ihre Partei "gegen den Bundestrend" in die Bremer Bürgerschaft eingezogen sei. Es sei gelungen, die Situation der Linken zu stabilisieren.
Mit höhnischem Applaus wurden dagegen die Ergebnisse von CDU und FDP quittiert. Die mehr als 100 Anhänger der Linken im Konsul-Hackfeld-Haus freuten sich darüber, dass die CDU nur noch dritte Kraft hinter den Grünen werden könnte und die FDP den Einzug in die Bürgerschaft wohl verpassen wird.
dapd
