Konzern erwartet dennoch in diesem Jahr Rekordgewinn Libyen-Krise bremst Vossloh

Die Unruhen in Libyen haben zu Jahresbeginn deutliche Spuren in der Bilanz des Sauerländer Bahntechnikkonzerns Vossloh hinterlassen. Die Lieferungen für zwei Großaufträge in das Land seien im Februar eingestellt worden, berichtete das Unternehmen am Mittwoch.

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Libyen-Krise bremst Vossloh

Werdohl (dapd). Die Unruhen in Libyen haben zu Jahresbeginn deutliche Spuren in der Bilanz des Sauerländer Bahntechnikkonzerns Vossloh hinterlassen. Die Lieferungen für zwei Großaufträge in das Land seien im Februar eingestellt worden, berichtete das Unternehmen am Mittwoch. Dies und eine schwache Nachfrage aus China habe dazu geführt, dass die Umsätze im ersten Quartal um über 12 Prozent auf 259,5 Millionen Euro gesunken seien. Der Konzernüberschuss halbierte sich auf gut 10 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr ist der Lokomotiven- und Weichenhersteller trotz des schwachen Starts aber zuversichtlich. Denn der Auftragseingang war im ersten Quartal mit 623 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der Auftragsbestand erreichte Ende März mit rund 1,45 Milliarden Euro eine neue Rekordhöhe.

Vossloh-Chef Werner Andree bekräftige deshalb die Erwartungen, 2011 und 2012 bei Umsatz und operativem Ergebnis neue Rekordwerte zu erreichen. Im laufenden Jahr soll der Konzernumsatz auf rund 1,4 Milliarden Euro und das Ebit auf mehr als 160 Millionen Euro steigern. Der Konzernüberschuss soll rund 95 Millionen Euro erreichen.

dapd