Die Bank hatte deutsche Steuersünder als Kunden LGT-Bank verkauft Deutschlandgeschäft nach BaFin-Druck

Die liechtensteinische Fürstenbank LGT verkauft ihr Deutschlandgeschäft keineswegs freiwillig, sondern auf Druck der Finanzaufsicht BaFin. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" kommt sie mit der am Montag angekündigten Veräußerung nur einem Zwangsverkauf unter der Ägide der Aufsicht zuvor.

Foto: dapd

LGT-Bank verkauft Deutschlandgeschäft nach BaFin-Druck

Berlin (dapd). Die liechtensteinische Fürstenbank LGT verkauft ihr Deutschlandgeschäft keineswegs freiwillig, sondern auf Druck der Finanzaufsicht BaFin. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" kommt sie mit der am Montag angekündigten Veräußerung nur einem Zwangsverkauf unter der Ägide der Aufsicht zuvor. Daran habe die BaFin in Gesprächen mit Vertretern der LGT keinen Zweifel gelassen, berichten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen.

Offiziell hatte die LGT den Verkauf des Deutschlandgeschäfts mit 135 Mitarbeitern an sieben Standorten damit begründet, dass nach der geplatzten Übernahme der BHF die Wachstumsperspektive fehle. Dieser Zukauf war am Widerstand der Finanzaufsicht gescheitert, die die Liechtensteiner als nicht zuverlässige Eigentümer für eine Bank eingestuft hatten.

Nach Ansicht der BaFin hat sich die LGT nicht ausreichend von Geschäftspraktiken der Vergangenheit distanziert. Die Bank hatte deutsche Steuersünder als Kunden, sowohl das Institut als auch Bankchef Prinz Max von und zu Liechtenstein persönlich mussten in Deutschland Bußgelder zahlen.

dapd