Euro-Bonds hält die Bundesjustizministerin für europarechtlich problematisch Leutheusser-Schnarrenberger plädiert für Umschuldung Griechenlands

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fordert die Prüfung einer geordneten Umschuldung Griechenlands. "Der nächste Sondergipfel muss dazu dienen, die Ansteckungsgefahren auf andere europäische Mitgliedstaaten zu reduzieren", sagte Leutheusser-Schnarrenberger dem Düsseldorfer "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht.

Leutheusser-Schnarrenberger plädiert für Umschuldung Griechenlands

Düsseldorf (dapd). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fordert die Prüfung einer geordneten Umschuldung Griechenlands. "Der nächste Sondergipfel muss dazu dienen, die Ansteckungsgefahren auf andere europäische Mitgliedstaaten zu reduzieren", sagte Leutheusser-Schnarrenberger dem Düsseldorfer "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Wir müssen sehen, wie weit wir auch zu einer geordneten Umschuldung gerade im Falle Griechenlands kommen können", sagte die FDP-Politikerin.

Leutheusser-Schnarrenberger forderte, ein Sonderrat der Staats- und Regierungschefs müsse Beständigkeit und Verlässlichkeit in der Euro-Krise schaffen. "Jeden Tag neue Vorschläge auf den Tisch zu legen, das schafft keine langfristige Stabilisierungsmechanismen des Euro", sagte die Ministerin. "Wir brauchen vor allem einen strikten Stabilitätsmechanismus, der nicht durch die Tagespolitik beeinflusst wird." Euro-Bonds, also gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder mit gesamtschuldnerischer Haftung, seien europarechtlich problematisch.

dapd