Der Markt für kompakte SUVs wächst – Hohe Sitzposition und gute Rundumsicht begeistern die Kunden. Von Jochen Burkhardt
Leichte Geländewagen schwer im Kommen
Das Pkw-Segment der kompakten SUVs (Sport Utility Vehicles) wächst rasant. Es handelt sich um höher gelegte Typen bzw. kleinere Brüder kräftiger Geländewagen mit relativ großem, variablem Innenraum, mit sportlichem Touch und ansprechendem Design. Die meisten haben Allradantrieb und sind auch für Fahrten im leichten Gelände fit. Den Start für die SUV-Welle in Deutschland gab Toyota 1994 mit dem RAV4. Inzwischen gibt es kaum eine Automarke ohne Kompakt-SUV.
BMW X3
BMW ist mit dem X3 schon seit längerem erfolgreich im Geschäft. Wenn auch die beiden 2,0-l-Benzin- und Dieselmotoren die meist gewählten sind, gilt der 286 PS starke Diesel, dessen höchstes Drehmoment von sage und schreibe 580 Newtonmeter schon knapp über der Leerlaufdrehzahl anliegt, als das absolute Sahnestück. Da ist Fahrspaß serienmäßig dabei. Mit dem xDrive-Getriebe und der selbsttragenden Karosse mit Einzelradaufhängung ist der X3 allerdings kein Geländegänger – er ist für die Straße konzipiert.
VW Tiguan
VW hat seit Herbst vergangenen Jahres den auffällig kräftig daherkommenden Tiguan an den Start gebracht. Mit dem glänzend bestandenen Euro-NCAP-Crashtest ist er der sicherste der Modellreihe – er erreichte fünf von fünf möglichen Sternen. Den Allradantrieb, die praktische selbstlenkende Einparkhilfe oder die Haldex-Kupplung sind Erbstücke aus Golf oder Passat. VW hält für den Tiguan drei Benzinmotoren mit 150 bis 200 PS sowie zwei Dieselaggregate mit 140 bzw. 170 PS bereit, die beide sogar die Euro-5-Abgasnorm erfüllen.
Mercedes-Benz GLK
Mercedes ist etwas später auf den Trend aufgesprungen. Zur Detroit Motor Show Mitte Januar wurde eine Variante des ab August in den Handel kommenden GLK als „Freeside“-Version vorgestellt. Der 4,52 m lange Fünfsitzer „sitzt“ auf der Plattform der C-Klasse und brilliert mit gewohnt hohem Sterneniveau. Der Schönling punktet zudem mit einem siebenstufigen Automatikgetriebe und mit einer völlig neuen Dieselmotorengeneration, dem Vierzylinder 2,2-l-Bluetec-Motor mit 170 PS.
Nissan Qashqai
Der Nissan Qashqai (sprich Kasch Kai) ist eher ein schmuckes Stadtfahrzeug, das sich mit seinem kraftverheißenden Design im Stadtverkehr Respekt zu verschaffen weiß. Die angenehm hohe Sitzposition, das große Panoramaglasdach, das komfortabel abgestimmte Fahrwerk und eine relativ umfangreiche Serienausstattung sind gute Gründe, sich für das Auto näher zu interessieren. Dazu tragen zweifellos auch die angenehm laufruhigen Benziner (115 oder 140 PS) und die erfreulich kräftigen Dieselmotoren (105 oder 150 PS) bei.
Opel Antara
Mit dem optisch gut gelungenen Antara hat Opel einen SUV im Programm, der überall Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Im Gegensatz zu manch anderem SUV grault sich der Antara mit dem Allradantrieb mühelos durch leichtes Gelände, durch Schlamm oder kleine Wasserläufe. Auf der Straße fährt er allerdings ganz normal als Fronttriebler; erst bei Bedarf schaltet sich der Vierradantrieb zu. Für die Motorisierung dieses ansprechenden Cross-over stehen zwei Benziner (140/227 PS) und zwei Dieselmotoren (127/150 PS) zur Wahl.
Ford Kuga
Ab dem zweiten Quartal dieses Jahres will sich auch Ford ein Stück vom SUV-Kuchen sichern. Der Kuga soll’s richten. Auf der IAA 2007 hatte er mit einer seriennahen Version Weltpremiere. Der hochbeinige 4x4-Crossover ist ein echter Hingucker. Ford verspricht für den kleinen Athleten „herausragende Fahrdynamik auf der Straße und im Gelände“. Eine Variante soll nur mit Frontantrieb angeboten werden. An den Start rollt er mit einem 2,0-l -Dieselmotor mit 136 PS Leistung – mit Partikelfilter.
Toyota RAV4
Die Einführung des Urvaters der SUVs in Deutschland war zugleich Start für die bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte dieser Fahrzeugklasse. Im Frühjahr 2006 erschien die dritte Generation des Erfolgsmodells aus Japan mit modernem Allradsystem und erstmals ausschließlich als Fünftürer. Highlights sind die fahrdynamischen Regelsysteme der neuesten Generation, die den Fahrer entlasten und mehr Sicherheit bedeuten.
Outlander, C-Crosser, 4007
Mitsubishi, Peugeot und Citroën haben sich gemeinsam ans Werk gemacht, um einen kompakten SUV auf die Räder zu stellen. Alle drei sind nahezu baugleich, unterscheiden sich lediglich im Außendesign und sind auf dem ersten Blick als Mitsubishi, als Peugeot oder Citroën zu erkennen.
Die 2. Generation des Mitsubishi Outlander kam Anfang 2007 mit zwei Dieselmotoren (140/156 PS) und einem Benziner (170 PS) auf den deutschen Markt. Der französische PSA-Konzern, baut seine kompakten SUVs – den Peugeot 4007 und den Citroën C-Crosser – gemeinsam mit und bei Mitsubishi.
Alle drei sind als Fünfsitzer auch mit zwei ausklappbaren Stühlen im Kofferraum erhältlich. Die Notsitze lassen sich vollständig im Kofferraumboden versenken. Bei beiden Franzosen arbeitet derzeit ein 2,2-l-Diesel mit 156 PS unter der Haube. Und der 4007 ist zudem ab sofort auch mit einen 2,4-Liter-Benzinmotor mit 170 PS zu bekommen, der ab April auch im C-Crosser eingebaut werden soll. Das aktive AWC-System (All Wheel Control) stellt im standardmäßigen 4WD-Modus immer eine optimale Kraftverteilung zwischen den Achsen sicher. Damit sind diese SUVs fürs Gelände bestens gerüstet.