Man könnte meinen, dass es im Sommer sinnvoll wäre, bei der Arbeit so wenig wie möglich anzuziehen und am besten auf funktionelle Unterwäsche zu verzichten. Doch das stimmt nicht, wenn man direkt unter der heißen, prallen Sonne körperlich hart arbeiten muss.
Ulrike Luckmann

Wenn nämlich nicht nur die Außentemperaturen, sondern auch körperliche Arbeit den Schweiß aus jeder einzelnen Pore drücken, kann man die klimaregulierende Funktion der Wäsche für sich nutzen. Warum schwitzt man überhaupt? Für diesen hochkomplexen Vorgang gibt es eine einfache Erklärung: Jeder Mensch hat eine "körpereigene Klimaanlage". Bei heißen Temperaturen und bei starker Anstrengung sorgt dieses ausgeklügelte System dafür, dass wir nicht überhitzen. Das ist deshalb wichtig, weil unsere Körperkerntemperatur von 37 Grad Celsius unbedingt einhalten werden muss. Vier Grad mehr (41 Grad) oder vier Grad weniger (33 Grad) haben im Körper schon katastrophale gesundheitliche Folgen, nämlich Fieber oder Unterkühlung.
Darum produziert unsere Klimaanlage sofort jede Menge Schweiß, wenn eine Überhitzung droht. Auf den durchschnittlich etwa 1,5 bis 2 Quadratmetern Haut haben wir je nach Körpergröße 2 bis 4 Millionen Schweißdrüsen mit angeschlossenen Poren, die nach außen offen sind. An Stellen wie Handinnenflächen oder Fußsohlen können es bis zu 370 pro Quadratzentimeter sein. Sobald es uns zu warm wird, laufen die Drüsen zu Höchstform auf und produzieren Schweißflüssigkeit. Das können gut und gerne 1,5 Liter pro Stunde sein. Die Poren auf der Haut öffnen sich, der Schweiß tritt aus und verdunstet auf der warmen Haut.
Was für leichte Sommerfunktionswäsche spricht
Schwitzt man viel, übernimmt die Funktionswäsche verschiedene Funktionen: Sie unterstützt das Verdampfen des Schweißes. Schweiß wirkt dann kühlend, wenn er auf der Haut und im Textil über der Haut verdampft. Verdampfen bringt Verdunstungskälte. Die Funktionsfasern verteilen den Schweiß im Stoff großflächig und beschleunigen damit die Verdunstung. Je größer die Verdunstungsfläche desto mehr Kühlung gibt es. Schwitzt man mehr als das "Kühlsystem" braucht, nehmen die Fasern die restliche Schweißfeuchtigkeit und leiten sie nach außen ab. So hat man immer ein angenehmes Gefühl auf der Haut und steht nicht "im eigenen Saft".
Der Körper kann frischen Schweiß nachproduzieren und ihn damit weiter kühlen. Trägt man Baumwollwäsche oder nicht feuchtigkeitsleitende Bekleidung, funktioniert die Kühlung nicht ausreichend. Nasser Stoff wird zur Barriere, durch die weder Luft zirkulieren noch Feuchtigkeit hinaus dringen kann. Ein unangenehmes Gefühl, das im schlimmsten Fall zum Hitzestau führen kann. Um den Verdunstungsprozess zu unterstützen, sollte Schweiß niemals auf der Haut stehen bleiben. Ideal ist, wenn die überschüssige Feuchtigkeit sofort von der Haut abgeleitet und nach außen abgegeben wird.
Das Geheimnis der Funktionsunterwäsche und Funktionssocken der Münchner Marke T.ESS ist einige langjährige Erfahrung aus dem Sport. Thomas Essers entwickelt seit mehr als zwanzig Jahren Seamless-Funktionswäsche. Zu seinen Erfindungen gehörten die im Sport heute überall üblichen, anatomisch konstruierten Recht-Links- Sportsocken. Das sind die mit dem Buchstaben L und R drauf, ein Meilenstein in der Sportfunktionswelt. Neben der einzigartig hohen, technischen Kompetenz des Seamless-Strickens, bei der man verschiedene Funktionszonen ohne Nähte nebeneinandersetzt, um beispielsweise mehr Atmungsaktivität oder Volumen zu erreichen, kennt sich Thomas Essers wie kein Zweiter beim Umsetzen außergewöhnlicher Fasermixturen auf den hochsensiblen Strickmaschinen aus. Er findet für jedes Produkt den perfekten Mix. Die leichte Sommerwäsche von T.ESS setzt sich zusammen aus 42 Prozent Polypropylen, 29 Prozent Polyester, 29 Prozent Polyamid. Jedes einzelne Material und vor allem auch die Höhe des Anteils erfüllen im Produkt eine ganz besondere Aufgabe.