Grüne Woche in Berlin Lebensmittel haben ihren Wert

Handwerk und Landwirtschaft bekennen sich gemeinsam zu echten und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Veranstaltung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Dumpingpreise und Imitate von Lebensmitteln lehnen beide Branchen ab.

Von der Getreideähre bis zum Brötchen - Landwirtschaft und Handwerk wollen gemeinsam heimische Lebensmittel qualitativ hochwertig erzeugen, verarbeiten und vermarkten. - © Petra Reinartz (fotolia)

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatten mit verschiedenen Gewerken des Lebensmittelhandwerks zu einer Diskussionsrunde geladen. Die Teilnehmer betonten ihr gemeinsames Anliegen, heimische Lebensmittel qualitativ hochwertig zu erzeugen, zu verarbeiten und zu vermarkten und hoben die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Handwerk hervor.

Das Handwerk verarbeite die Erzeugnisse der Landwirtschaft wie Getreide, Fleisch, Milch und Eier auf kurzen Wegen zu authentischen Lebensmitteln, die den Bedürfnissen der Verbraucher gerecht würden. Gemeinsam bezogen Handwerk und Landwirtschaft Stellung gegen Dumpingpreise und Imitate von Lebensmitteln.

Verbraucher sollten nicht verwirrt werden

Künftig müsse der Dialog mit den Verbrauchern noch weiter intensiviert werden und die Regionalität besser sichtbar gemacht werden, waren sich die Teilnehmer einig. Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, betonte, dass man die Verbraucher nicht mit zu vielen Siegeln und Labeln verwirren sollte.

Heinz-Werner Süss, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes, forderte die Politik auf, weiterhin das Verbot von Dumpingangeboten sicherzustellen. "Man muss einen angemessenen Preis zahlen, um mit Genuss essen zu können." Auch die Förderung des ländlichen Raums war den Teilnehmern ein Anliegen.

Lebensmitteln ein Gesicht geben

Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des ZDH und Moderator der Veranstaltung, kündigte an, die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Handwerk auf Bundesebene wie in den Regionen weiter zu intensivieren. Landwirtschaft und Handwerk seien strategische Partner, "die sich mögen, aber auch gemeinsam gefordert sind, zur Förderung des Verbrauchervertrauens den Lebensmitteln noch 'mehr Gesicht' zu geben." zdh