Die Kontrollen von Lebensmittelimporten aus Japan in die EU werden bis zum 30. September verlängert. Darauf einigten sich nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom Donnerstag die EU-Mitgliedstaaten. Zudem unterliegen ab sofort Einfuhren aus 13 statt zuvor zwölf japanischen Präfekturen den Beschränkungen, die wegen der Reaktorkatastrophe in Fukushima erlassen wurden.
Lebensmittel aus Japan werden noch bis zum Herbst kontrolliert
Berlin (dapd). Die Kontrollen von Lebensmittelimporten aus Japan in die EU werden bis zum 30. September verlängert. Darauf einigten sich nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom Donnerstag die EU-Mitgliedstaaten. Zudem unterliegen ab sofort Einfuhren aus 13 statt zuvor zwölf japanischen Präfekturen den Beschränkungen, die wegen der Reaktorkatastrophe in Fukushima erlassen wurden. Hintergrund ist der Fund radioaktiv belasteter Teeblätter in der Präfektur Kanagawa.
Nach Angaben des Ministeriums werden alle Lieferungen aus Japan an den Außenkontrollstellen der EU angehalten und überprüft. Waren aus den betroffenen Regionen dürften nur dann eingeführt werden, wenn ein Untersuchungsbericht aus Japan bescheinige, dass keine erhöhte radioaktive Belastung vorliege. Zusätzlich werde ein Teil der Produkte von den Behörden der Mitgliedstaaten kontrolliert.
In Deutschland sei bei amtlichen Kontrollen von Lebensmittelimporten aus Japan bislang keine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt worden, erklärte das Ministerium weiter. Der Umfang der Importe sei auch nur gering: Durchschnittlich 0,1 Prozent der nach Deutschland eingeführten Lebensmittel und landwirtschaftlichen Produkte kämen aus Japan.
dapd
